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Montag, 14.01.2013

Spitzengespräch zu Demografie-Tarifvertrag für Lehrer geht weiter

Nägel mit Köpfen statt Plauderei: Sachsens Lehrer erwarten von der Fortsetzung des Spitzengesprächs mit der Regierung Konkretes. Am liebsten würden sie mit einem Zeitplan für Tarifgespräche das Finanzministerium verlassen.

Dresden. Das Spitzengespräch zwischen Sachsens Regierung und den Gewerkschaften für einen neuen Lehrertarifvertrag geht am heutigen Montag in Dresden in die zweite Runde. Die Lehrer hoffen, dass ein konkreter Zeitplan zur Vorbereitung von Verhandlungen für einen Demografie-Tarifvertrag vereinbart werden kann. Die Pädagogen wollen, dass damit unter anderem Altersteilzeit eingeführt und Neueinstellungen geregelt werden.

„Die Kollegen in den Schulen erwarten, dass mit diesem Gespräch die Phase des unverbindlichen Gedankenaustausches endet und die Staatsregierung endlich ihre Verhandlungsbereitschaft erklärt“, hatte die Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Sabine Gerold, das Ziel benannt. „Unter dieser Maßgabe haben wir vor Weihnachten auch auf weitere Streikaktionen verzichtet und die Entscheidung darüber bis zu diesem Gespräch vertagt.“

Gerold fügte hinzu: „Wir haben klare Erwartungen, eine Plauderrunde soll das am Montag nicht sein.“ Ähnlich äußerte sich Willi Russ vom Beamtenbund in einer Mitteilung. Die Regierung müsse nun zeigen, ob sie verhandlungswillig sei.

Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Gut, dass der Gesprächsfaden wieder aufgenommen wird. Es geht darum, den Generationswechsel in den Lehrerzimmern zu gestalten, ohne dass die Unterrichtsversorgung darunter leidet. Ich bin optimistisch, dass dies gelingen wird und bin gerne bereit, mit den Gewerkschaften über diesen Prozess zu sprechen.“ Das Finanzministerium wollte sich vorab nicht äußern.

Ein erstes Treffen von Gewerkschaften mit Finanzminister Georg Unland (CDU) und Kultusministerin Kurth hatte es Anfang Dezember gegeben. Dem waren landesweite Warnstreiks der Pädagogen vorausgegangen. Der Finanzminister hatte zuvor wiederholt Tarifverhandlungen abgelehnt.

(dpa)

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