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Schwierige Wohnungssuche für Studenten

26.09.2016

Dresden. Studenten in Sachsen haben es einfacher eine Bleibe zu finden als ihre Kommilitonen in vielen westdeutschen Städten. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Moses Mendelssohn Institut hervor, welches mit dem Portal www.wg-gesucht.de den Wohnungsmarkt in 91 Hochschulstandorten analysiert hat. Dresden landet demnach auf Platz 60 in dem Ranking, Leipzig auf Rang 69. In beiden Städten wurde es für die Studenten im Vergleich zum Vorjahr allerdings schwieriger, den passenden Wohnraum zu finden. Vergleichsweise kaum Probleme gibt es hingegen in Chemnitz, so die Studie.

Besonders angespannt ist die Wohnungssuche in München. In der bayrischen Landeshauptstadt müssen Studenten im Durchschnitt 560 Euro für ein WG-Zimmer pro Monat zahlen. Dahinter landen Frankfurt am Main, Köln, Hamburg und Stuttgart. Berlin liegt an achter Stelle. Hier kostet ein WG-Zimmer 420 Euro pro Monat. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 349 Euro.

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, hat sich im Vergleich zum Herbst 2015 die Wohnsituation für Studierende in 52 von 91 Hochschulstandorten verschlechtert. „Mit diesem vierten Scoring in Folge konnte auch die Langfristigkeit des Trends belegt werden“, sagt Dr. Stefan Brauckmann, Direktor des Moses Mendelssohn Instituts: „Seit 2013 stieg der Anspannungs-Index deutschlandweit kontinuierlich an, deutlich überdurchschnittlich dabei in großen Metropolen und in international anerkannten Universitätsstädten.“

Wie in den Jahren zuvor wurden für die Analyse jeweils 23 Faktoren untersucht, die von den WG-Preisen über das Immobilien- Angebot, die Entwicklung der Studierenden- und Erstsemester-Zahlen, die Altersstruktur der Bewohner bis hin zur Attraktivität von Universität und Stadt für in- bzw. ausländische Studierende reichen. In Auftrag gegeben wurde die Analyse vom Immobilienentwickler GBI AG. (szo)