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Montag, 07.11.2016

Schuss trifft Jäger

Dieser Schuss ging für einen Jäger in der Lausitz wortwörtlich nach hinten los. Der Mann wurde nicht nur schmerzhaft von seinem eigenen Gewehr getroffen, sondern hat nun auch einen leeren Waffenspind.

„Wollt ihr wissen, wen ich ehrlich einen echten Waidmann heiß? Den nur, der nebst Büchse und Flinte auch den Hund zu führen weiß“, das besagt zumindest eine Jägerweisheit, mit der es bei dem Opfer dieses Falls offenbar einmal nicht so weit her gewesen ist.
„Wollt ihr wissen, wen ich ehrlich einen echten Waidmann heiß? Den nur, der nebst Büchse und Flinte auch den Hund zu führen weiß“, das besagt zumindest eine Jägerweisheit, mit der es bei dem Opfer dieses Falls offenbar einmal nicht so weit her gewesen ist.

© dpa

Oßling. Am Samstagmorgen wurde in Skaska ein 71-jähriger Jäger mit einer Schusswaffe verletzt. Der Mann saß in seinem Auto. Zeugen beobachteten, wie sein Hund bellend auf dem Vordersitz herumsprang, auf dem sich offenbar auch ein geladenes Gewehr befand.

Aus noch ungeklärter Ursache löste sich ein Schuss und traf den Mann am Ellenbogen. Zwei Zeuginnen wollten einen Arzt rufen, doch der Mann lehnte jegliche Hilfe ab. Da riefen sie lieber die Polizei.

Die Beamten trafen den Jäger bei sich Zuhause an. Er hatte seinen Ellenbogen bereits verbunden. Die Polizisten kontrollierten die Waffen des 71-Jährigen und stellten dabei fest, dass diese teilweise im geladenen Zustand und zusammen mit Munition in einem Waffenschrank gelagert wurde. Doch das ist nicht erlaubt.

Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet. Nach Rücksprache mit einem Verantwortlichen des Landratsamtes stellte die Polizei zudem fünf Langwaffen sicher. Die zuständige Jagdbehörde wird sich weiter mit dem Fall befassen. Der Verletzte wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. (red/US)