Samstag, 16.02.2013

„Schulrebellen“ aus Seifhennersdorf bleiben kämpferisch

Seifhennersdorf. Der Kampf um den Erhalt der Mittelschule von Seifhennersdorf in Ostsachsen dauert auch in der Ferienzeit an. Auf einer Elternversammlung verständigten sich die Betroffenen am Freitag darauf, nun zunächst die Klage gegen die Schulnetzplanung des Landkreises abzuwarten. Die Stimmung sei aber weiterhin kämpferisch, sagte Andrea Urban, Mutter eines Jungen aus der Mittelschule, am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Das Verwaltungsgericht Dresden wird voraussichtlich Ende Februar gegen die Klage der Stadt Seifhennersdorf entscheiden. Momentan lernen noch 13 Mädchen und Jungen in der Schule. Die Eltern haben den Unterricht selbst organisiert, er wird von pensionierten und freiberuflichen Lehrern gehalten.

Seifhennersdorf wehrt sich seit geraumer Zeit dagegen, dass die Mittelschule geschlossen werden soll. Im vergangenen Herbst durfte erneut keine fünfte Klasse gebildet werden. Es fehlten zwei Schüler, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Die Kinder, die jetzt in Seifhennersdorf zur Schule gehen, müssten eigentlich seit September in Lehranstalten umliegender Orte lernen. Dazu gibt es mehrere Gerichtsurteile. Der Unterricht in Seifhennersdorf ist eigentlich illegal. Das Engagement brachte den Eltern den Titel „Schulrebellen“ ein. (dpa)

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