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Montag, 21.01.2013

Schnee und Glätte verursachen Unfälle in Sachsen

Der Winter bleibt weiter in Sachsen. Zur Kälte der letzten Tage kam nun Schnee. Pendler und Reisende sind genervt, Urlauber im Gebirge dagegen freuen sich über verschneite Hänge.

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Feuerwehrleute stehen am Montag auf der A4 bei Dresden zwischen zahlreichen Paletten mit Druckerpapier und einem Lkw, der bei einem Unfall große Teile seiner Ladung verloren hat.
Feuerwehrleute stehen am Montag auf der A4 bei Dresden zwischen zahlreichen Paletten mit Druckerpapier und einem Lkw, der bei einem Unfall große Teile seiner Ladung verloren hat.

© dapd

  • Feuerwehrleute stehen am Montag auf der A4 bei Dresden zwischen zahlreichen Paletten mit Druckerpapier und einem Lkw, der bei einem Unfall große Teile seiner Ladung verloren hat.
    Feuerwehrleute stehen am Montag auf der A4 bei Dresden zwischen zahlreichen Paletten mit Druckerpapier und einem Lkw, der bei einem Unfall große Teile seiner Ladung verloren hat.
  • Der Sattelzug war am Montagmorgen auf schneeglatter Fahrbahn in die Leitplanke gerutscht.
    Der Sattelzug war am Montagmorgen auf schneeglatter Fahrbahn in die Leitplanke gerutscht.
  • Die Autobahn wurde im Zuge der Bergung mehrere Stunden komplett gesperrt, woraufhin sich ein Stau von etwa 10 Kilometern Länge bildete.Zahlreiche Flugausfälle und -verspätungen in Deutschland
    Die Autobahn wurde im Zuge der Bergung mehrere Stunden komplett gesperrt, woraufhin sich ein Stau von etwa 10 Kilometern Länge bildete.Zahlreiche Flugausfälle und -verspätungen in Deutschland

Dresden/Görlitz. Tückische Winter-Traumlandschaft Sachsen: Schneefall und Glätte haben am Montagmorgen den Berufsverkehr im Freistaat behindert. Hunderte Menschen kamen zu spät zur Arbeit. Die Polizei registrierte erhöhte Unfallzahlen, dabei ging es aber meist glimpflich ab. Unfälle auf Autobahnen verursachten kilometerlange Staus, an Flughäfen und Bahnhöfen wirkte sich das Winterchaos in anderen Regionen aus. Sachsens Wintersportgebiete meldeten Ski und Rodel gut - bei Minusgraden und Neuschnee. Der Einzelhandel hofft zum Schlussverkauf-Auftakt auf einen Abbau der Winterbestände.

Ein umgestürzter Lkw am Autobahndreieck Dresden-Nord sorgte am Montagmorgen für erhebliche Verkehrsprobleme auf der A4 sowie der A13. Weil der Lastwagen geladenes Druckerpapier verlor und aus dem Tank Diesel auslief, musste die A4 in Richtung Chemnitz ab 6.00 Uhr voll gesperrt werden. Zehn Kilometer Rückstau auf der A4 und acht Kilometer auf der A13 Berlin-Dresden waren die Folgen. Erst nach gut vier Stunden wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Auch auf der A14 zwischen Leisnig und Mutzschen behinderte ein Lastwagenunfall den Verkehr.

In Leipzig und Dresden meldeten die Verkehrsbetriebe Verspätungen von Straßenbahnen und Bussen. «Es gab aber insgesamt kein Chaos», sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes. Meistens blieb es bei Blechschäden. Auf einer Landstraße bei Mildenau (Erzgebirgskreis) kam eine Autofahrerin ums Leben. Ihr Wagen war in einer Kurve ins Schleudern geraten, von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und eine Böschung hinuntergerast. Die 59-Jährige wurde im Wrack eingeklemmt und starb noch am Unfallort.

Überladener Laster bleibt auf A4 hängen

Zu glatt war die Fahrbahn auch für einen Schwerlasttransporter und einen Sattelzug auf der A4 in Ostsachsen. Die schwer beladenen Fahrzeuge blieben am Burkauer Berg (Landkreis Bautzen) hängen und kamen erst mit Zughilfe weiter. «Wir fahren auf allen Strecken nahezu pünktlich», hieß es bei der Bahn in Leipzig. Es gab aber geringfügige und durch Probleme in anderen Regionen bedingte Verspätungen. Auch an Sachsens Flughäfen wirkte sich das Winterchaos an den Drehkreuzen Frankfurt/Main und München aus. Mehrere Flüge fielen aus. In der Landeshauptstadt musste eine Abendveranstaltung mit dem früheren Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin kurzfristig abgesagt werden.

Landesweit fielen bis acht Zentimeter Neuschnee bei Temperaturen bis minus 7 Grad Celsius. Sachsens Wintersportorte von Erzgebirge bis Zittauer Gebirge meldeten Ski und Rodel gut, vor allem für Langlauffans. Mit mehr als einem halben Meter Schneedecke bietet auch der 1215 Meter hohe Fichtelberg beste Bedingungen. Bis Dienstagmorgen sollen weitere bis zu acht Zentimeter Neuschnee herunterkommen, aber weniger im Bergland, sagte Meteorologe Michael Martens vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Einer Milderung steht «Carmelia» entgegen: Das Hoch über Skandinavien lasse die Sachsen ab Wochenmitte sogar noch mehr zittern. Die Temperaturen gehen weiter in den Keller, sagte Martens. «Es kommt strenger Frost bis minus 15 Grad in der Nacht.» (dpa)

Abfluginfos Leipzig/Halle

Verkehrsinfos Dresdner Verkehrsbetriebe

Leser-Kommentare

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  1. Ed

    "Schnee und Glätte verursachen Unfälle" Ist klar... Verursacher sind nach wie vor die Fahrzeugführer.

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