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Freitag, 18.05.2018

Schatz aus der Felsspalte kommt nach Pirna

Er war einer der größten Münzfunde Sachsens, gut versteckt im Elbsandsteingebirge. Jetzt wird er ausgestellt.

Von Christian Eissner

Eine der wertvollsten gefundenen Münzen ist ein Friedrichsdor des Preußenkönigs Friedrich II. von 1770.
Eine der wertvollsten gefundenen Münzen ist ein Friedrichsdor des Preußenkönigs Friedrich II. von 1770.

© Foto: Landesamt für Archäologie Sachsen

Pirna. Ende April 2016 entdeckten Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz zufällig beim Klettern einige Münzen in einer Felsspalte. Umgehend benachrichtigten sie die Polizei, die ihrerseits das Landesamt für Archäologie Sachsen einschaltete. Damit begann für die Archäologen eine der ungewöhnlichsten Fundbergungen der vergangenen Jahre: Mehrfach suchten die Archäologen zwischen den Felsen nach und brachten die unglaubliche Menge von 2 275 Silber- und zwei Goldmünzen zutage. Der Schatz sollte mit einem Gesamtgewicht von knapp zehn Kilogramm zu einem der größten Münzfunde Sachsens werden.

Nachdem der Fund zunächst in Dresden ausgestellt war, kommt er nun nach Pirna. Das Stadtmuseum präsentiert ihn in der Sonderausstellung „Auf der hohen Kante – 20 Pfund Silbermünzen aus der Sächsischen Schweiz“ vom 1. Juni bis 26. August.

Gemeinsam mit dem Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigt das Landesamt für Archäologie Sachsen in der Ausstellung eine Auswahl der Münzen, deren Prägedaten zwischen den Jahren 1626 und 1819 liegen. Die Schau erzählt die spannende Geschichte ihrer Entdeckung, führt in die Münzkunde ein, beschreibt den damaligen Wert des Vermögens und lädt die Besucher ein, darüber zu spekulieren, wer die Münzen einst versteckte. Allein den genauen Fundort, den verrät auch die Ausstellung nicht. Er wird nach wie vor geheimgehalten.

„Auf der hohen Kante – 20 Pfund Silbermünzen aus der Sächsischen Schweiz“, 1. Juni bis 26. August 2018, Stadtmuseum Pirna.

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