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Donnerstag, 18.02.2016

Sächsische Zoos profitieren von mildem Winter

Bei frühlingshaften Temperaturen lohnt sich der Besuch vor dem Saisonstart. Das liegt auch an ganz speziellen Ferienangeboten.

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Dresden/Chemnitz. Während der fehlende Schnee den Skigebieten die Saison verhagelt, freuen sich die Zoos in Sachsen über besonders viele Besucher. So zählte der Zoo Dresden seit Anfang des Jahres bereits 67 500 Besucher, wie eine Sprecherin mitteilte. Allein in der ersten Winterferienwoche seien es 25 000 Tierfreunde gewesen. Im vergangenen Jahr kamen rund 850 000 Gäste in den Dresdner Zoo, der eigentlich erst zu Ostern die Saison einläutet.

Einen vorfristigen Saisonstart gab es auch im Zoo der Minis im erzgebirgischen Aue. „In diesen Ferien haben wir sicher 20 Prozent mehr Besucher“, schätzt Bärbel Schroller, Vorsitzende des gleichnamigen Vereins. Viele Urlauber, die zum Wintersport in die Region gekommen seien, nutzten das Tiergehege mit jährlich 55 000 Besuchern als Alternative. Mehr als 400 Tiere, vom Amerikanischen Mini-Esel bis zum Zwerg-Otter, hat der nach eigener Aussage weltweit einzige Zoo mit einer Spezialisierung auf Mini- und Zwergtiere zu bieten.

Gerade kleinere Einrichtungen profitieren vom Winter ohne Schnee. Kamen im Januar 2014 rund 1 300 Besucher in den Amerika-Tierpark in Limbach-Oberfrohna mit seiner Flamingo-Anlage, waren es im ersten Monat dieses Jahres gleich 600 Gäste mehr, sagt die stellvertretende Leiterin Gabriele Wittig. Im vergangenen Jahr hatte die Einrichtung knapp 62 000 Gäste – ein neuer Rekord.

Der Zoo Hoyerswerda profitiert nur bedingt vom milden Winter. „Einige Tage waren sehr regnerisch und windig, unsere Besucherzahlen sind daher auf Vorjahresniveau“, sagt Stefanie Jürß, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Auch der Tierpark Chemnitz konnte nach eigenen Angaben bislang nicht mehr Besucher feststellen.

Platzhirsch unter den sächsischen Zoos ist Leipzig. Rund 1,68 Millionen kamen im vergangenen Jahr. Aktuelle Zahlen liegen noch nicht vor, doch das milde Wetter lade zum Zoobesuch ein, hieß es. Entdeckertouren oder eine Schlittschuhbahn dürften bis Sonntag noch jede Menge Besucher anlocken. (dpa)

Leser-Kommentare

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  1. MehrAuslaufJagdLebensmittelverwertung

    Die Zoos in Sachsen sollten alle um Wildgehege erweitert werden und sich an jenem russischen Zoo in Wladiowostock ein Beispiel nehmen, der einem Tiger namens Timur ein so üppiges Areal zum Herumstreifen gönnte und die Möglichkeit offerierte lebendige Beute zu erlegen. Es ist wichtig, dass die Tiere beansprucht, beschäftigt und artgerecht ausgelastet und bebildet werden. Dies geht mit e. großen Jagdgehegen(3qkm) im Rotationsbetrieb(je 10h). Die Kleinkatzen und Amphibien, Greife sollen i. Hallen überzähligen Hähne/Küken jagen. Die Gesündesten werden weiter zur Zucht verwendet. E. faire Fluchtchance wird offeriert. Die Bären könnten aussortierte, aber nicht von Tierseuchen befallene Tiere d. Agrarfabriken fressen, da sie Aasfresser sind. Die Kosten d. Tierkörperbeseitigung würden sich vermindern. Auch überlagerte Ware aus d. Supermärkten könnte so noch verwertet werden, d. für d. Tafel schon zu schlecht, aber noch unbedenklich ist. Der Zoo in Ch muss zwingend(!) vergrößert werden!

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