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Dienstag, 24.11.2009

"Sachsensumpf"-Affäre: Verfassungsschützerin verlangt 150.000 Euro Schmerzensgeld

Dresden. Die ehemalige Referatsleiterin für Organisierte Kriminalität im sächsischen Verfassungsschutz hat das Land Sachsen auf 150.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Dresden der Sächsischen Zeitung.

Die Beamtin wirft dem Landesamt für Verfassungsschutz und der Justiz vor, bei den Ermittlungen in der sogenannten Sachsensumpf-Affäre ihre Gesundheit geschädigt zu haben. Sie sei trotz Krankheit befragt und unter Druck gesetzt worden.

Die Juristin war mit anderen verantwortlich für die Dossiers über angeblich korruptive Netzwerke in Sachsen. Die darin erhobenen Vorwürfe gegen Richter und Staatsanwälte haben sich inzwischen als haltlos herausgestellt. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt immer noch gegen die Verfassungsschützerin wegen Verfolgung Unschuldiger und Verleumdung. (SZ)

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch in der Sächsischen Zeitung.