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Freitag, 21.09.2012

Sachsens Wirtschaftsminister lehnt Mindestlohn-Initiative ab

Dresden/Leipzig. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) lehnt die Thüringer Bundesrats-Initiative für einen gesetzlichen Mindestlohn strikt ab.

Das wäre eine „De-Industrialisierungskampagne des Ostens“, sagte Morlok der „Leipziger Volkszeitung“. „Ein Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde würde dazu führen, dass Ost-Unternehmen in Westdeutschland nicht mehr konkurrenzfähig wären.“ Das habe wiederum erhebliche negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, sagte der Minister.

Er sprach sich stattdessen dafür aus, dass Löhne durch die Tarifparteien geregelt werden müssten. „Der Staat sollte sich da heraushalten.“

Die CDU/SPD-Koalition in Thüringen will an diesem Freitag einen Gesetzentwurf für einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn in den Bundesrat einbringen. (dpa)