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Mittwoch, 23.03.2016

Sachsens Freiluftparks starten in die neue Saison

Bei gutem Wetter werden zahlreiche Besucher erwartet. Mindestens ein Park leidet jedoch unter Sachsens rückläufigen Tourismuszahlen.

Gärtnerin Marion Kempel hat den Saurierpark in Kleinwelka bereits Anfang März für die neue Saison startklar gemacht.
Gärtnerin Marion Kempel hat den Saurierpark in Kleinwelka bereits Anfang März für die neue Saison startklar gemacht.

© dpa

Dresden. Mehrere sächsische Freiluftparks starten zu Ostern in die neue Saison. Obwohl die Feiertage in diesem Jahr sehr früh liegen, ist Jörg Böhm vom Kletterwald in Pöhl zuversichtlich: „Weil Ostern Ostern ist, kommen die Leute schon“. Letztes Jahr sei es kälter gewesen, es lag sogar Schnee, trotzdem sei eine „beachtliche Menge an Menschen“ gekommen, sagt er.

An einem der Feiertage seien es sogar 160 Menschen gewesen. Verglichen mit guten Sommertagen, an dem um die 200 Kletterer kommen, sei das gar nicht so schlecht.

Nicht nur Böhm hat hohe Erwartungen an die Festtage, auch weitere Freiluftparks in Sachsen starten zu den Feiertagen in die Saison. Der Sonnenlandpark in Lichtenau öffnet traditionell an Ostern. Auch dieses Jahr sei das nicht anders, sagt Anita Müller. „Sonst stehen unsere Stammgäste am Ostersonntag vor der Tür und wissen nicht wohin.“

„Ostern ist tatsächlich sehr zeitig in diesem Jahr“, sagt auch Fanni Fröhlich von Belantis in Leipzig. Dennoch werde der Park eröffnen: „Wir haben damit der Besuchernachfrage nachgegeben.“ Sie erwarte mehrere tausend Besucher für das lange Wochenende. Auch in der an Ostertraditionen reichen Stadt Bautzen laufen die Vorbereitungen. Der dort ansässige Saurierpark Kleinwelka erwartet nach eigenen Angaben bei gutem Wetter bis zu 12 000 Gäste.

Viele Parks planen außerdem Osteraktionen. Auf dem Abenteuerspielplatz Steinreich bei Dresden können Kinder versteckt Eier suchen. Geschäftsführerin Karen Trepte hofft auf einen guten Start in die Saison, nachdem sie letztes Jahr einen Besucherrückgang verzeichnen musste. „Die aktuellen Ereignisse schaden massiv dem Image der Region“, sagt Trepte mit Blick auf Demonstrationen der islamfeindlichen Pegida.

Vor allem aus dem Westen kämen weniger Gäste in die Sächsische Schweiz. „Leute fragen auch bei unserer Touristeninformation nach, ob es überhaupt noch sicher sei, hierherzukommen“, erzählt Trepte.

Tatsächlich ist der Tourismus in Sachsen 2015 um knapp einen Prozent zurückgegangen - trotz des allgemeinen Aufwärtstrends in Ostdeutschland. Das geht aus dem Tourismusbarometer 2015 des Ostdeutschen Sparkassenverbandes hervor. Trepte hofft, dass es dieses Jahr wieder aufwärts geht. Zu Ostern erwartet sie bis zu 300 Gäste pro Tag. Wie bei den anderen Parks auch, stammten die meisten Besucher aus der Region. (dpa)

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