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Mittwoch, 09.03.2016

Sachsen verliert 450 000 Einwohner

Im Jahr 2045 werden im Freistaat nur noch rund 3,5 Millionen Menschen leben.

Sachsen gehen die Einwohner verloren.
Sachsen gehen die Einwohner verloren.

© Sven Ellger

Dresden/Stuttgart. Der Freistaat wird auch in den nächsten Jahren Einwohner verlieren. Im Jahr 2045 werden fast eine halbe Million Menschen weniger als heute in Sachsen leben. Davon geht eine Studie von Allianz und Prognos aus, die gestern veröffentlicht wurde. Untersucht wird darin vor allem die Entwicklung auf den Wohnraum in der Region.

Demnach werden vor allem und wenig überraschend die wirtschaftsstarken Regionen wie Dresden und Leipzig weiterhin Einwohner-Magneten sein. Vor allem Berufstätige im Alter zwischen 30 bis 50 Jahren und Studierende ziehen laut Prognose verstärkt in diese Ballungszentren. Wohnraum wird dadurch dort in den nächsten Jahren deutlich knapper.

Während die Region Westsachsen bei der Einwohnerzahl bis 2045 nahezu stabil bleiben könnte, erwarten die Studienautoren für die Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge einen Zuwachs um zwei Prozent. Dagegen könnte die Region Oberlausitz-Niederschlesien im gleichen Zeitraum mehr als 22 Prozent verlieren. Für den Wohnungsmarkt könnte dies weitere Überkapazitäten bringen – durch Wegzug und Leerstand in den am stärksten betroffenen Regionen.

Insgesamt rechnen die Studienautoren bis 2045 mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl in Deutschland auf rund 85 Millionen. Dadurch könnten in zehn großen Städten und Regionen bereits bis 2030 knapp eine Million Wohnungen fehlen. Denn viele Zuwanderer ließen sich in diesen Regionen nieder, zudem setze sich der Trend zu Singlewohnungen fort. (dpa)