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Montag, 07.01.2013

Sachsen stellt 105 neue Lehrer ein

Die Debatte um den Lehrermangel in Sachsen geht weiter - trotz angekündigter Neueinstellungen zum 1. Februar.

Die Opposition in Sachsen befürchtet trotz neu eingestellter Lehrer weiter Unterrichtsausfall (Symbolbild).
Die Opposition in Sachsen befürchtet trotz neu eingestellter Lehrer weiter Unterrichtsausfall (Symbolbild).

© dapd

Dresden. In Sachsen werden im Februar 105 neue Lehrer eingestellt. Das teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums in Dresden am Montag mit und bestätigte einen Bericht der «Freien Presse» vom selben Tag. Die Linken-Abgeordnete Cornelia Falken kritisierte, dass dennoch weiterhin Lehrer fehlten. «Wie man es auch dreht und wendet: Sachsen ist von einer Unterrichtsgarantie weit entfernt», erklärte sie in einer Mitteilung.

Den 105 Neueinstellungen stünden 185 Lehrer gegenüber, die im ersten Schulhalbjahr aus dem Dienst ausgeschieden seien. Dazu kämen 252 Pädagogen, die in die Freistellungsphase der Altersteilzeit wechseln würden, verwies Falken auf Angaben aus parlamentarischen Anfragen. Auch mit den 110 zusätzlichen Stellen aus dem zusätzlichen Programm Unterrichtsversorgung könnten die fehlenden Lehrkräfte nicht annähernd ersetzt werden. Letztlich gebe es ein Minus von 222 Lehrern.

83 der jungen Pädagogen, die zum 1. Februar eingestellt wurden, haben laut Ministerium das neue einjährige Referendariat im Freistaat absolviert und könnten deswegen im laufenden Schuljahr einsteigen. 40 der 105 Lehrer sollen an Grundschulen unterrichten, 30 an Gymnasien, 20 an Mittel- und 15 an Förderschulen. Für die unbefristeten Vollzeitstellen hatten sich 243 Kandidaten beworben. (dpa)

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