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Dienstag, 03.10.2017

Rößler: Demokratie in Deutschland ist robust, aber verwundbar

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Matthias Rößler
Matthias Rößler

© Archivbild/Arvid Müller

Dresden. Der sächsische Landtagspräsident Matthias Rößler macht sich trotz einer wachsenden Zahl von Protestwählern keine Sorgen um die Demokratie und den Parlamentarismus in Deutschland. „Beide sind robust und langhin erprobt. Beide sind lernfähig und werden mit der neuen politischen Konstellation auf Bundesebene zurechtkommen. Hier sollten wir alle zusammen einen kühlen Kopf bewahren“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag bei einer Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit im Dresdner Landtag.

Trotzdem ist die Demokratie nach den Worten Rößlers auch verwundbar: „Aggressiver Populismus und andauernde Fundamentalkritik setzen ihr zu. Ebenso schadet ihr eine Politik, die grundlegende Bedenken der Bürger ignoriert, sie bevormundet und akute Probleme verdrängt oder nur unzureichend löst.“ Die Sorgen der Bürger müssten ernst genommen werden. Offenkundig geschehe das nicht in ausreichendem Maße.

„Wer angeblich alternativlose Entscheidungen trifft, der provoziert Widerspruch. Man nimmt dann in Kauf, dass sich viele Menschen in unserer Demokratie mit ihren Ansichten und Meinungen nicht mehr repräsentiert fühlen“, betonte Rößler und spielte damit auf frühere Worte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 12 Kommentare

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  1. Horst Klinger

    Alternativlosigkeit und Beschlüsse nach Gutsherrenart statt über Parlament sind Hauptursachen für den Verfall dieser Demokratie.

  2. bürger

    Dieser schwarze Filz um Rösler, Flath und Tillich ist unerträglich und die Ursache für die "sächsischen Verhältnisse". Wenn dann Risse in der scheenen Barockfassade auftreten, mit dem Finger nach Berlin zeigen, super.

  3. Roba

    Schwäche, auch politische, war schon immer sein Zeichen. Hauptsache: CDU, da war ein Posten immer sicher, bisher.

  4. RU

    Herr Rößler hat schon sehr lange hohe Positionen im sächsischen Landtag. Etwas mehr Selbstkritik hätte sich da schon gehört.

  5. Martin H.

    @2: Volle Zustimmung.

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