erweiterte Suche
Sonntag, 17.12.2017

Rettungsschiff „Lifeline“ im Hafen von Valletta gerammt

4

Valletta/Dresden. Das Rettungsschiff des Vereins „Mission Lifeline“ ist bei einer Kollision im Hafen der maltesischen Hauptstadt Valletta beschädigt worden. Ein libysches Fischereischiff hatte das Boot am Freitag gerammt, wie die Nichtregierungsorganisation aus Dresden mitteilte.

Nach Auswertung von Videomaterial stehe fest, dass das Schiff „Lifeline“ nicht absichtlich gerammt wurde. Grund für die Kollision soll ein Versagen der Ruderanlage gewesen sein. Durch den Unfall ist das Schlauchboot so stark beschädigt worden, dass der Verein es nicht aus eigenen finanziellen Mitteln reparieren kann.

Man schätze den Schaden auf rund 15 000 Euro, sagte Vereinssprecher Axel Steier. Ob der Unfallverursacher dafür aufkomme, sei mehr als ungewiss. Laut Mitteilung auf Facebook ist auch unklar, ob und wann eine Versicherung den Schaden reguliert. Man rufe daher zu Spenden auf, um den Schaden so schnell wie möglich zu beheben.

„Der Unfall ist ein Rückschlag für uns“, sagte Steier. Man habe gerade mit der Reparatur des Krans beginnen wollen. Der Unfall wurde bei der maltesischen Polizei angezeigt.

Die Nichtregierungsorganisation „Mission Lifeline“ hat es sich zum Ziel gesetzt, im Mittelmeer vor der Küste Libyens Menschen aus Seenot zu retten und Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu bewahren. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. mausi

    Hoffendlich dauert die Reparatur sehr lange und kostet eine Stange Geld.

  2. Graf von Henneberg

    Der "Rettungsdienst" in Nöten. Aber die kennen sich ja gut aus mit der Rechtslage auf der See und werden sich sicherlich damit auch selbst helfen können. Vielleicht hilft es der Besatzung Erkenntnis auch darüber zu erlangen, daß sie doch nicht überall willkommen sind.

  3. Hochländer

    "mausi" hat völlig Recht. Auch ich habe zu solchen Organisationen ein gespaltenes Verhältnis. Meiner Meinung nach unterstützen diese Leute, wenn auch indirekt, diese Schlepperbanden aus dem nordafrikanischen Raum. Diese Flüchtlinge, meistens junge Männer, sollten sich am Aufbau ihrer Heimat beteiligen. Die Lage in Syrien und den anderen Staaten im arabisch-nordafrikanischen Raum entspannt sich und es gibt wenig Gründe, Flüchtlinge aufzunehmen. Andere Länder in Europa, wie Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei und jetzt noch Österreich haben das im Interesse ihrer Bürger schon lange erkannt. Nur Deutschland tut sich sehr schwer mit dieser Problematik.

  4. clabac

    @ mausi: Deutlicher hätten Du Deine Gesinnung nicht kundgeben können. Schade für Dich, dass wir alle auf einem Planeten leben müssen; es wäre eine Freude für viele, wenn Du und Deine Gesinnungsgenossen nicht mit allen anderen Menschen auf dieser Erde zusammenlebten.

Alle Kommentare anzeigen

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.