erweiterte Suche
Donnerstag, 07.01.2016

Reichsbürger verhaftet

Zwei mit Haftbefehl gesuchte Angeklagte im Prozess gegen Mitglieder des „Deutschen Polizeihilfswerks“ wurden jetzt ausfindig gemacht.

Von Jürgen Müller

© Symbolfoto/dpa/dpaweb

Meißen. Die Mühlen der Justiz mahlen manchmal langsam, aber sicher. Am Dienstag wurden zwei Angeklagte aus dem ersten Prozess gegen Mitglieder des „Deutschen Polizeihilfswerks (DPHW)“ verhaftet, die zur Hauptverhandlung am 15. Dezember vorigen Jahres unentschuldigt nicht erschienen sind. Der Richter hatte zur Verhandlung noch versucht, die fehlenden Angeklagten vorzuführen, was aber scheiterte. Jetzt sitzen sie in Sitzungshaft. Termin für die Hauptverhandlung der inhaftierten Angeklagten ist für Freitag, den 15. Januar ab 9 Uhr im Amtsgericht Meißen anberaumt, teilt Amtsgerichtsdirektor Michael Falk am Mittwoch mit. Gegen weitere Angeklagte im Prozess gegen Mitglieder des Deutschen Polizeihilfswerks (DPHW)“ sind Verhandlungstermine für den 14. Januar und für den 22. Februar jeweils ab 9 Uhr vorgesehen.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Dresden wird den Angeklagten gemeinschaftlich begangene Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung – zum Teil auch in Form der Beihilfe - vorgeworfen. Sie hatten einen Gerichtsvollzieher des Amtsgerichtes Meißen in Bärwalde bei Radeburg festgenommen und bedroht. Der am 15. Dezember einzige erschienene Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt. Wie sein Anwalt auf Nachfrage mitteilte, hat er gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Für alle drei Verhandlungen hat der Vorsitzende Richter wieder Sitzungspolizeiliche Anordnungen erlassen. Diese sehen unter anderem eine polizeiliche Einlasskontrolle vor. Zuhörer müssen sich bei der Einlasskontrolle mit einem gültigen Bundespersonalausweis, Ausländer mit einem entsprechenden Ausweispapier ausweisen.