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Montag, 28.11.2005

Notlösung für Ernstfall

Am Freitagabend hat sich in Dresden der Verein Dresdner Sport-Club Friedrichstadt gegründet – 31 Gründungsmitglieder waren anwesend. Morgen wird der Verein eingetragen. Möglicherweise ein Klub mit einer sehr kurzen Lebenserwartung. „Wir verstehen die Gründung als eine Vorsichtsmaßnahme, keinesfalls als Konkurrenz“, sagte Jochen Oesterreich, einer der vier Vorstandsmitglieder. Die Vereinsgründung beruht auf dem Insolvenz-Antrag den der Fußball-Landesligist Dresdner SC Fußball 1998 in der letzten Woche gestellt hatte. Sollte der Insolvenzantrag abgelehnt werden, würde der Verein aus dem Vereinsregister gelöscht werden. „Erst dann würden wir auf den Plan treten und als Auffangbecken für sämtliche Fußballer des Dresdner SC Fußball 1998 dienen. Somit könnte der Spielbetrieb für die laufende Saison abgesichert werden“, glaubt Oesterreich. „Aber wir hoffen natürlich selbst am meisten, dass, wir nie mit unserer Arbeit beginnen müssen. Wir sind nur die Lösung für den Ernstfall“, so Oesterreich.

Keine Aufgabenverteilung

Deshalb habe es im vierköpfigen Vorstand – René Sobkowiak, Jochen Oesterreich, Ralf Meyer und Andreas Tschorn – auch noch keine Aufgabenverteilung gegeben. „Wir sehen unsere momentane Hauptaufgabe darin, mit den Gläubigern des Dresdner SC Fußball 1998 zu sprechen und dem Insolvenzverwalter zu helfen“, sagte Oesterreich. (ald)