erweiterte Suche
Sonntag, 11.11.2012

Hertha rückt näher an Spitze - Regensburgs Gerber mit Auftaktpleite

In der 2. Liga kann Hertha BSC den Abstand auf Tabellenführer Braunschweig etwas verkürzen. Duisburg verlässt erstmals seit mehr als drei Monaten den letzten Tabellenplatz, bei Jahn Regensburg startet der neue Trainer Gerber gleich mit einer Niederlage.

Von Michael Brehme

München. Vier Spiele vor Hinrundenende bahnt sich im Kampf um die Spitze in der 2. Fußball-Bundesliga neue Spannung an. Hertha BSC nutzte den kleinen Patzer von Tabellenführer Eintracht Braunschweig und verkürzte den Abstand dank eines 6:1-Kantersieges in Sandhausen von sieben auf fünf Punkte. „Wir müssen dran bleiben, irgendwann werden die auch mal schwächeln“, orakelte Trainer Jos Luhukay, der mit seinen Berlinern vom 1:1 der Niedersachsen gegen Erzgebirge Aue profitierte. Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern machte es am 13. Spieltag allerdings nicht besser und rutschte nach einem enttäuschenden 1:1 in Paderborn von Rang zwei auf drei.

Im Keller verließ der MSV Duisburg erstmals seit dem Saisonstart vor mehr als drei Monaten den letzten Platz. Beim 1. FC Köln reichte es trotz 70-minütiger Unterzahl nur zu einem torlosen Remis. „Das war ein wichtiges Lebenszeichen für uns und auch für die Fans“, sagte Sportdirektor Ivica Grlic. Neues Schlusslicht ist Sandhausen, bei Punktgleichheit aber nur wegen der etwas schlechteren Tordifferenz.

Jahn Regensburg kassierte auch unter seinem neuen Trainer Franz Gerber eine Niederlage - es war die fünfte in Serie. Im bayerischen Derby beim ambitionierten FC Ingolstadt setzte es ein 2:4. Am Montag beschließen der FC St. Pauli und der VfL Bochum den Spieltag.

Braunschweig ohne Niederlage

Braunschweig ist noch immer unbesiegt - Aue war am Freitagabend allerdings nah dran an der Überraschung. Trotz des Führungstores der Eintracht sei das 1:1 „am Ende mehr als verdient für Aue“ gewesen, musste Trainer Torsten Lieberknecht feststellen. „Wir müssen das schnell abhaken“, forderte er. Im Fernduell durfte sich Hertha nicht nur über den ligaweit höchsten Auswärtssieg freuen, sondern auch über ein „beeindruckendes Spiel“, wie Coach Luhukay befand. Erklärtes Ziel des Hauptstadtclubs ist, Braunschweig bis Weihnachten einzufangen.

Dick drin in der Aufstiegsverlosung bleibt auch Energie Cottbus. Die Lausitzer schlugen Dynamo Dresden am Sonntag ungefährdet mit 2:0 und schlossen nach Zählern zu Kaiserslautern auf. Dennis Sörensen (7. Spielminute) und Ivica Banovic (31./Foulelfmeter) sorgten für einen ungefährdeten Erfolg. Nicht Schritt halten mit Cottbus konnte der FSV Frankfurt, der 1860 München mit 0:1 unterlag. Ur-„Löwe“ Benjamin Lauth schoss den TSV in der 36. Minute zum Sieg.

Im bayerischen Derby durfte Regensburgs Coach Franz Gerber rund eine Hälfte auf einen perfekten Einstand hoffen, ehe Ingolstadts Stefan Leitl (48.) und Manuel Schäffler (69.) die Jahn-Führung von Ramon Machado (17.) drehten. Dem zwischenzeitlichen 2:2 von Abdenour Amachaibou (80.) ließen Christian Eigler (85./Handelfmeter) und der Brasilianer Caiuby zwei weitere FCI-Treffer folgen. Ingolstadt verbesserte sich damit auf Rang fünf.

Ziemlich holprig geht es weiter in Köln voran. Das 0:0 gegen Duisburg war natürlich viel zu wenig für die großen rheinländischen Ansprüche, nur ein Heimsieg aus sieben Spielen und Tabellenplatz zwölf sind Indizien für eine bisher ziemlich verkorkste Saison. „Die Tabelle lügt nicht“, schimpfte ein zusehends ratlos wirkender Trainer Holger Stanislawski. „Es ist so, dass wir die Punkte nicht geholt haben. Dann stehst du zurecht da, wo du stehst“, mäkelte er. (dpa)