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Samstag, 01.10.2011 Leichtathletik

Dresden wünscht sich einen Achttausender

Zum Morgenpost-Marathon hoffen die Organisatoren auf eine neue Rekordzahl. Die bisherigen Meldungen stützen ihren Optimismus.

Von Jochen Mayer

Dresdens Läufer haben einen Traum. „Wir hoffen auf einen Rekord. Vielleicht können wir in diesem Jahr unser großes Ziel erreichen: 8000 Läufer“, wünscht sich Gerald Henzel, Vorsitzender des Dresden Marathon e.V. Sein Verein richtet den 13. Dresdner Morgenpost-Marathon aus. Die Anmeldezahlen stimmen den Hobbyläufer mit der bemerkenswerten Marathon-Bestzeit von 2:31:18 Stunden optimistisch: Sie liegen im Moment gut neun Prozent über denen des Vorjahres zur gleichen Zeit. Und auch über denen aus dem Rekordjahr 2006. Zum Dresdner Stadtjubiläum hatten sich insgesamt 7361 angemeldet. Die Organisatoren setzen beim Lauf-Großereignis am 23.Oktober auf Bewährtes und gehen trotzdem neue Wege.

Neu: Der Zehntelmarathon

„Wir haben eine neue zusätzliche Strecke im Programm“, vermeldet Gesamtleiter Peter Eckstein die wichtigste Neuerung bei der 13. Auflage. „Bisher waren die zehn Kilometer die kürzeste Strecke. Jetzt bieten wir noch einen Zehntelmarathon an – 4,2 Kilometer. Das ist ein Angebot für Kinder und alle Laufanfänger, für sämtliche Altersklassen. Die Jüngsten können acht Jahre sein. Andere Laufanbieter haben damit gute Erfahrungen gemacht. In Hamburg starten von acht bis achtzig über 2000 Läufer.“

Neu ist das Ziel vor dem Maritim-Hotel, das 220 Meter vor dem bisherigen Finalstrich vor dem Internationalen Congresscenter liegt. Diese Differenz-Strecke wird durch eine attraktive Schleife vor der Semperoper ausgeglichen. Erstmals ermitteln Feuerwehrleute beim Mopo-Marathon ihre deutschen Meister über 42,195 Kilometer und im Halbmarathon.

Die langjährige Partnerschaft mit der Morgenpost zahlt sich auch für die SZ-Abonnenten aus. SZ-Card-Besitzer bekommen einen Rabatt bei Online-Anmeldung bis 10. Oktober (zehn Euro Marathon/Halbmarathon, fünf Euro für die 10 km). „Dazu muss die Kartennummer bei der Internetanmeldung eingegeben werden“, informierte Peter Eckstein. „Das ist wichtig. Nicht die Abo-Nummer eingeben.“

Bewährt: Keine Extraeinladung

Wie in den vergangenen beiden Jahren wird es keine Verpflichtung von Eliteläufern geben. Trotzdem haben sich bereits schnelle Kenianer angemeldet, die um die Marathonprämien für die ersten drei rennen wollen. Die Sieger bei den Männern und Frauen erhalten 2500 Euro, die Zweiten 1500 Euro, die Dritten 1000 Euro. Ein neuer Streckenrekord bringt weitere 1000 Euro an Extraprämien.

Diese Angebote scheinen attraktiv zu sein und lockt die schnellen Kenianer. Die Titelverteidigerin kommt wieder: Prisca Kiprono, die in Zürich ihre Marathon-Bestzeit auf 2:34:32 Stunden steigerte. Männer-Favorit ist Isaac Cheruiyot, dreifacher Sieger beim Mannheim-Marathon. Bestmarke: 2:12:34. Mit ihm starten Charles Torotich, der sein Marathon-Debüt in Europa gibt, und Philip Kiptoo Rutto, ein Marathon-Neuling.

Einen guten Namen hat die Dresdner Laufmesse, zu der sich 40 Firmen angesagt haben. Und Samba-Bands aus ganz Europa sorgen dafür, dass praktisch auf jedem Lauf-Kilometer eine Band spielt. Gefragt dürfte auch wieder das Laufmedizinische Symposium sein, das Dr. Helmut Zerbes und Dr. Axel Klein für den 22. Oktober organisieren. Der Morgenpost-Marathon bietet wieder ein großes Rundum-Programm – als Szenetreff und gleichzeitig eine Einstiegs-Chance.

Startgebühr (bis Dienstag per Post/Poststempel, bis 10. Oktober online): Marathon: 45 Euro. Halbmarathon: 35 Euro. 10 km: 15 Euro. 4,2 km: 9 Euro (Kinder 8 - 14 Jahre: 6 Euro).