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Dienstag, 09.02.2016

Polizei hat keine Zeit zum Blitzen

In den Depots der sächsischen Polizei liegen teure Messgeräte und warten auf ihre Benutzung. Doch die Technik kommt immer seltener zum Einsatz, weil Beamte keine Zeit mehr für Radarkontrollen haben.

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Im Sucher einer Laserpistole sind die Entfernung (131,2 Meter) und die Geschwindigkeit (48 km/h) eines Fahrzeugs zu lesen.
Im Sucher einer Laserpistole sind die Entfernung (131,2 Meter) und die Geschwindigkeit (48 km/h) eines Fahrzeugs zu lesen.

© dpa

Dresden. Die Polizei wendet nur noch halb so viel Zeit für Radarkontrollen auf den Straßen auf wie noch 2009. Das geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage des Innenexperten der Linke-Landtagsfraktion, Enrico Stange, hervor. „Kontrollierte 2009 die Polizei noch insgesamt in 53 395 Stunden die Geschwindigkeit, schaffte sie dies 2015 nur noch für 25 015 Stunden“, teilte Stange am Dienstag in Dresden mit.

Noch deutlicher seien die Einsatzstunden in zivilen Spezialfahrzeugen zurückgegangen, mit denen Polizisten mithilfe einer Videokamera die Geschwindigkeit und sonstige Verkehrsverstöße vorausfahrender Fahrzeuge aufnehmen können. Hier ergebe sich ein Minus von 60 Prozent.

„Damit stehen in den Depots der sächsischen Polizei teure Fahrzeuge und Geschwindigkeitsmessgeräte, die mangels Personals nicht zum Einsatz gebracht werden können“, bemängelte Stange. Er warf der schwarz-roten Staatsregierung vor, aus Kostengründen die Sicherheit aufs Spiel zu setzen. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 15 Kommentare

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  1. blackdodge

    das wird auch nicht viel besser werden. Diese notwendige Personalstärke ist ja in der Untersuchung zur Personaldichte vergessen worden. Oder auch " Schöngerechnet" worden.

  2. Roland

    Das ist doch eine gute Nachricht!

  3. or

    "Er warf der schwarz-roten Staatsregierung vor, aus Kostengründen die Sicherheit aufs Spiel zu setzen" Hat der Herr Stange aktuell echt keine anderen Probleme? Fehlt nur noch das er beantragt, die Polizei von Ihren aktuellen Aufgaben abzuziehen und sich lieber darum zu kümmern ob auch alle die überlebenswichtigen Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten. Da komm ich nicht mehr mit, sorry.

  4. Pieschener

    Da gehört endlich wieder die Frage nach der Eignung des Innenministers Ulbig auf die Tagesordnung. Diese ist ja lange nicht mehr öffentlich gestellt worden, aber immer noch sehr aktuell.

  5. Doris

    Das ist es doch was ich schon längst vermutet habe, auf den Straßen kann jeder so schnell fahren wie er will. Auf meiner Straße gibt es eine Schule und die ist in einer 30 km/h Zone doch daran hält sich schon längst keiner mehr. Liebe Polizei, macht nur weiter so. Kommt wenigstens wenn ein Unfall geschehen ist.

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