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Donnerstag, 18.02.2016

Polizei findet unfallflüchtiges Ehepaar

Die Tatverdächtigen sollen eine Frau in Olbersdorf angefahren, verletzt mitgenommen und an anderer Stelle ausgesetzt haben.

© Symbolbild: dpa

Olbersdorf. Die Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Görlitz haben die Tatverdächtigen zu einer Unfallflucht in Olbersdorf ermittelt. In der Nacht zum 15. November 2015 eilten Beamte und Rettungsdienst gegen 2.20 Uhr auf die Rosa-Luxemburg-Straße. Dort lag eine schwer verletzte Frau. Die 43-Jährige kam in ein Krankenhaus, indem sie längere Zeit blieb. Die Verletzungen deuteten darauf hin, dass sie ein Fahrzeug angefahren haben musste. „Sie selber konnte dazu keine Angaben machen“, so Staatsanwältin Irene Schott. Von einem weiteren Unfallbeteiligten fehlte jede Spur. Der Verkehrsunfalldienst übernahm die weiteren Ermittlungen.

Die Polizei startete einen Zeugenaufruf. Aufgrund der Spurenlage stand fest, dass der Fundort der Verletzten nicht der Unfallort sein konnte. Die Beamten befragten Personen aus dem Umfeld der Frau und Teilnehmer einer Faschingsveranstaltung, an der die 43-Jährige in der Nacht zuvor gewesen ist. Die Polizisten erhielten auch Hinweise aus der Bevölkerung und setzten laut der Staatsanwältin wie bei einem Puzzle, ein Bild zu den Geschehnissen zusammen.

Die Bemühungen hatten Erfolg. Ins Fadenkreuz der Ermittler geriet ein Auto, dessen Halter ebenfalls zu der Faschingsveranstaltung gewesen. Ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 39-Jährigen und seiner 21-jährigen Frau folgte. Vor Ort stellten die Polizisten weitere Spuren zum Unfall sicher. „Bei einer Vernehmung legte das Ehepaar ein Geständnis ab“, teilt Irene Schott mit.

Nach dem jetzigem Ermittlungsstand wird den beiden Tatverdächtigen vorgeworfen, in der Nacht zum 15. November auf der Heimfahrt gewesen zu sein, als ihr Wagen auf der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße mit der 43-Jährigen kollidierte. Das Ehepaar soll die Verletzte dann ins Auto geladen und sie anschließend auf der Rosa-Luxemburg-Straße ausgesetzt haben. Die Schäden am Fahrzeug sind inzwischen repariert. Der Verkehrsunfalldienst konnte jedoch auch noch Wochen nach dem Vorfall Spuren an der Unfallstelle sichern.

Die Ermittlungen der Unfallexperten wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, der unterlassenen Hilfeleistung und anderer Straftaten dauern an. Die Polizisten stellten den Führerschein des 39-Jährigen sicher. (szo/tc)

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