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Dienstag, 17.09.2013

Polizei bestätigt: Schüler bei Angriff schwer verletzt

Der Angriff Rechtsextremer auf einen Jugendlichen aus Hamburg hat Sachsen erneut negative Schlagzeilen eingetragen. Die Region wehrt sich dagegen, für eine Untat Einzelner in Haftung genommen zu werden.

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Blick auf Bad Schandau.
Blick auf Bad Schandau.

© dpa

Bad Schandau/Hamburg. Nach dem fremdenfeindlichen Angriff auf Hamburger Schüler in Bad Schandau hat die Polizei die schweren Verletzungen eines 15-Jährigen bestätigt. Die Mutter habe die Ermittler darüber informiert, sagte eine Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) zur Extremismusbekämpfung in Leipzig am Dienstag. Details nannte sie nicht. Medienberichten zufolge soll der 15-Jährige einen Kieferbruch und eine Augenhöhlenbodenfraktur erlitten haben. Die sächsische Polizei hatte bislang lediglich von leichten Verletzungen gesprochen. Inzwischen wurde eine weitere gewalttat bekannt. Auch un diesem Fall geht die Polizei von einem rechtsextremen Täter aus.

Unbekannte hatten die Schüler am 7. September in einer Jugendherberge in Bad Schandau angegriffen und den 15-Jährigen mit Fausthieben malträtiert. Während sich die Schüler in der Herberge verschanzten, sollen einige Angreifer draußen Naziparolen gegrölt haben. Deshalb ermittelt das OAZ in dem Fall. „Wir werden alles tun, um so schnell wie möglich für Aufklärung zu sorgen“, sagte die Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums in Leipzig. Hinweise auf die Identität der Täter gebe es bislang aber noch nicht.

Klaus Brähmig, CDU-Bundestagsabgeordneter aus der Sächsischen Schweiz und Vorsitzender des Tourismusausschusses im Bundestag, sprach von einem sehr bedauerlichen Einzelfall. „Es kann nicht sein, dass eine ganze Region für die Untaten von Einigen in Sippenhaftung genommen wird““, sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Bereits im Vorfeld des fremdenfeindlichen Angriffs habe der Tourismusverband Sächsische Schweiz eine Erklärung zur Bundestagswahl abgegeben. Darin werden politisch motivierte Gewaltdelikte und das unverantwortliche Wahlverhalten der Vergangenheit erneut gegeißelt.“

Die NPD hatte bei früheren Wahlen in der Sächsischen Schweiz überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Am Dienstag berichtete die Polizeidirektion Dresden über eine weitere Gewalttat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Bei einem Dorffest in Dohma wurde bereits am vergangenen Samstag ein 15-Jähriger attackiert und schwer verletzt. Der Polizei liegen nach eigenen Angaben Hinweise zu einem Täter mit rechtsextremistischer Gesinnung vor. Deshalb gehe man von einer politisch motivierten Straftat aus, hieß es. Bislang habe man den Täter aber noch nicht zweifelsfrei identifizieren können. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 13 Kommentare

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  1. Klaus Hartmann

    Selbstverständlich ist ein solcher Vorfall aufzuklären und die Schuldigen zu bestrafen. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, gleichwertig aufgemachte Beiträge zu den Morden vom Alexanderplatz oder Kirchweyhe gelesen zu haben. Ganz zu schweigen von den täglichen Übergriffen "südländischer" Jugendlicher auf Deutsche.

  2. Stefan

    Zitat: "CDU-Bundestagsabgeordneter aus der Sächsischen Schweiz und Vorsitzender des Tourismusausschusses im Bundestag, sprach von einem sehr bedauerlichen Einzelfall." Genauer sollte es heißen: Sachsen ist das rechteste Bundesland und ist damit ein bedauerlicher Einzelfall.

  3. Roba

    Klaus Brähmig, der CDU - Schwätzer aus und für die Sächsische Schweiz. Wenn sich in diesem geologisch interessanten Gebiet nicht alsbald im Hirn seiner Bewohner und politischen "Repräsentanten" Etwas ändert, sollte sie wirklich alsbald an Tschechien "verkauft" werden.

  4. Svenner

    "nu gloar eh! Jetzt hat der den verhaun, bloß eema verhaun, un da stehts glei in der Zeidung. Und die andern, die andern, na die Südländschn, die haun uns denen hier doch ooch off di Fresse, die doch oooch, das steht ni in dor Zeidung." So ungefähr könnte Kommentar 1 doch hoffentlich nicht übersetzt werden!!

  5. Dresdner

    Herr Brähmig CDU verkennt bewußt die Realität!In der Sächs.Schweiz schlagen Nazis unschuldigle und in Dresden "bewachen "Ordner in Thor Steinar Klamotten" die Bundeskanzlerin.Und der Sicherheitsdienst wird von einem CDU Mitglied Dresden Herrn Teuber ,seines Zeichens Diplomkriminalist,geleitet.Und Herr Teuber kann aus der Bekleidung "seiner Leute" nicht die Gesinnung ablesen? Gibts fragen ??

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