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Sonntag, 22.01.2017

Österreichische Spezialeinheit soll Sachsen unterstützen

In Krisenlagen wollen Sachsen und Österreich noch enger zusammenrücken. Das Einsatzgebiet der Spezialeinheit Cobra weitet sich so unter Umständen auch auf Sachsen aus.

Polizisten der österreichischen Elitetruppe Cobra bei einer Übung.
Polizisten der österreichischen Elitetruppe Cobra bei einer Übung.

© dpa

Dresden. Die österreichische Polizei-Spezialeinheit Cobra soll bei möglichen Krisenlagen auch in Sachsen eingesetzt werden können. Nach Angaben des Innenministeriums in Dresden soll die Zusammenarbeit mit den Österreichern intensiviert werden, um gegebenenfalls schlagkräftig auf Terrorbedrohungen reagieren zu können.

„Innere Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das betrifft die Bundesländer ebenso wie die europäischen Staaten insgesamt“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Die verstärkte Kooperation des Cobra-Teams und des sächsischen Spezialeinsatzkommandos (SEK) sei Mitte vergangener Woche bei einem Treffen von Innenstaatssekretär Michael Wilhelm (CDU) mit Österreichs Bundesinnenminister Wolfgang Sobotka in Wien vereinbart worden. Beide Einheiten werden dazu ab Februar gemeinsame Übungen in Sachsen und Österreich durchführen. Auf dem Plan stehen unter anderem Trainings an Flugzeugen, Gebäuden und im Gebirge.

„Für unser gemeinsames Ziel - der Abwehr terroristischer Bedrohungen - ist die Kooperation zwischen sächsischen und österreichischen Spezialeinheiten ein wichtige Allianz“, sagte Ulbig.

2015 hatte das „Kommando Cobra“ bei einem internationalen Leistungsvergleich mit 43 anderen Spezialeinheiten den ersten Platz belegt. Zweiter wurde das sächsische SEK. (dpa)