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Freitag, 17.02.2017

Neue Regeln für Abitur am Beruflichen Gymnasium

In Zukunft zählen nicht mehr alle belegten Kurse. Das neue System kann auch schon für derzeitige Abiturienten gelten.

Dresden. Das Kultusministerium hat angekündigt, die Regeln für die gymnasiale Oberstufe an den Beruflichen Gymnasien in Sachsen zu ändern. Die können auch schon für die Schüler gelten, die sich in der Jahrgangsstufe 13 befinden und 2017 ihre Abiturprüfung ablegen. Derzeit laufe zu den neuen Regelungen allerdings noch das Konsultationsverfahren mit dem Landesbildungsrat. „Deshalb stehen alle Aussagen zur künftigen Regelung noch unter Vorbehalt“, so das Kultusministerium.

Nach den neuen Regeln müssen insgesamt genau 36 Kurshalbjahresergebnisse eingebracht werden. Das sind weniger als bisher: Nach der alten Regelung zählten alle belegten Kurse. In die Berechnung der Gesamtqualifikation fließen nach der neuen Regelung die Leistungskurse und die Ergebnisse der Abiturprüfung ein. Die Ergebnisse der Leistungskursfächer zählen wie bisher je doppelt.

Dazu kommen noch die Halbjahresnoten der verbindlichen Grundkurse. Dazu zählen unter anderem die fünf Abiturfächer und zwei Kurshalbjahre in den Fächern Religion oder Ethik. Je nach Fachrichtung müssen die Schüler am beruflichen Gymnasium zwei oder vier Halbjahresergebnisse im Fach Geschichte/Gemeinschaftskunde und in einer Naturwissenschaft Biologie, Chemie oder Physik in die Gesamtnote einbringen – wenn die Kurse nicht zu den Abiturfächern zählen. Dazu kommen noch zwei Halbjahresnoten in der zweiten Fremdsprache, wenn die neu begonnen wurde.

Es müssen weiterhin mindestens 200 Punkte erreicht werden, um das Abitur zu bestehen. Kein Kurshalbjahresergebnis eines belegten Kurses darf null Punkte betragen. Nach der neuen Regelung dürfen höchstens neun der einzubringenden Kurse unter fünf Punkten liegen.

„Die Schüler der Jahrgangsstufe 13 müssen bis 28. März 2017 entscheiden, ob sie für die Berechnung ihrer Gesamtqualifikation die alte oder die neue Regelung nutzen möchten“, teilt das Kultusministerium mit. Das neue Berechnungsmodell müssen sie beim Schulleiter schriftlich beantragen. Der Antrag setze ein Gespräch des Schülers mit dem Oberstufenberater voraus.

Anfang Januar hatte das Kultusministerium schon die Regeln an den allgemeinbildenden Gymnasien geändert. Ziel ist es, die Unterrichtsbelastung zu senken. (SZ/sca)

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