Samstag, 09.02.2013

Neue Fernbuslinie verbindet Berlin, Leipzig und Frankfurt

Mit dem Bus quer durch Deutschland - das ging bislang nur auf wenigen Strecken. Nun präsentieren sich immer mehr Anbieter als günstige Alternative zur Bahn. Doch die Kunden müssen Zeit mitbringen.

Berlin. In der kommenden Woche starten mehrere Fernbuslinien ihre Fahrten zwischen vielen deutschen Großstädten. So können Reisende ab Donnerstag per Bus von Berlin über Leipzig nach Frankfurt am Main fahren, wie der Anbieter MeinFernbus mitteilte. Es ist die erste Verbindung des Unternehmens nach der Öffnung des deutschen Fernbusmarktes am 1. Januar. Die Busse fahren auf der Strecke montags bis donnerstags und samstags zweimal, freitags viermal und sonntags dreimal in beide Richtungen.

Die Firma MeinFernbus mit Sitz in Berlin macht damit vor allem der Deutschen Bahn Konkurrenz. Der Preis ist günstiger, die Fahrtzeit aber deutlich länger. Sie beträgt von Berlin nach Leipzig 2:15 Stunden, von Berlin nach Frankfurt sind es fahrplanmäßig 7:30 Stunden.

FlixBus aus München will von Mitte Februar an mit orange-blauen Bussen durch die Republik rollen. Das Ziel seien 300 Direktverbindungen zwischen deutschen Städten, sagte Geschäftsführer Jochen Engert vor dem Start in München.

DeinBus ist bislang vor allem in Süddeutschland unterwegs, bis Ende des Jahres soll das Streckennetz flächendeckend auf Deutschland ausgeweitet werden. Eine wichtige Zielgruppe für die Anbieter sind junge Leute, die kein eigenes Auto haben und günstig reisen wollen. «Fernbeziehung, Numerus-Clausus-Opfer oder für ein Praktikum weit weg von Zuhause - die moderne Welt verlangt Mobilität», heißt es bei DeinBus.

Bis Ende 2012 war es Busunternehmen kaum möglich, Konzessionen für nationale Fernbuslinien zu erhalten. Das entsprechende Gesetz wurde geändert. Noch ist aber die Deutsche Bahn selbst der Primus auf dem Fernbusmarkt. Ihre Tochter Berlin Linien Bus verbindet mit aktuell mehr als 30 Linien vor allem Berlin mit dem Rest der Republik. Die Konzerntochter hat das größte Netz und die größte Flotte. (dpa)

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