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Freitag, 13.10.2017

Mehr Waffenscheine - weniger Waffen

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Offenbar möchten mehr Sachsen mit ihren Schreckschuss-Pistolen spazieren gehen - im Bild das Modell „Walther P22“.
Offenbar möchten mehr Sachsen mit ihren Schreckschuss-Pistolen spazieren gehen - im Bild das Modell „Walther P22“.

© dpa

Dresden. Die Menschen in Sachsen fühlen sich offenbar wieder sicherer: Nach einem Ansturm auf Schreckschusspistolen und Reizgaswaffen Anfang 2016 ist die Nachfrage in diesem Jahr zurückgegangen. „Die Menschen mit Unsicherheitsgefühl haben sich bereits mit freien Abwehrmitteln ausgestattet oder einen Selbstverteidigungskurs absolviert“, sagte Ingo Meinhard, Geschäftsführer des Verbands deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler.

Der Höhepunkt beim Absatz der frei verkäuflichen Waffen im Frühjahr 2016 sei wohl durch die Terrorserie in Paris im November 2015 ausgelöst worden. Zwischenzeitlich sei daraufhin Tierabwehrspray bei einigen sächsischen Fachhändlern komplett vergriffen gewesen. Die Nachfrage nach den Sprays habe sich in dieser Zeit verachtfacht.

Auch Taschenlampen mit Blitzlicht-Funktion und Schrillalarme seien in dieser Zeit viel häufiger als sonst über die Ladentheken gegangen. Im Frühjahr 2016 sei die Nachfrage dann massiv gesunken. In Sachsen gehören dem Verband 33 Waffenfachhändler an.

Die Zahl der Menschen, die im Freistaat einen Kleinen Waffenschein haben, steigt derweil weiter. Er berechtigt zum Tragen von Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit. Zuletzt besaßen rund 16 700 Menschen das Dokument, wie das sächsische Innenministerium mitteilte. Damit hat sich diese Zahl innerhalb der vergangenen drei Jahre etwa um das Zweieinhalbfache erhöht.

Der Anstieg hat sich nach Ministeriumsangaben zuletzt aber wieder etwas abgeflacht. In Sachsen gab es demnach im Jahr 2016 durchschnittlich 519 Neuanträge im Monat, im August waren es nur noch 186 - ein gutes Drittel.

Sachsen besäßen aber immer noch viel seltener einen Kleinen Waffenschein als die Bewohner anderer Bundesländer. „Die Anzahl der Kleinen Waffenscheine müsste sich hier fast verdoppeln, um den Bundesdurchschnitt zu erreichen“, teilte das Ministerium mit.

Zum Kauf von Schreckschusspistolen oder Tierabwehrspray ist der Kleine Waffenschein allerdings nicht nötig. Nur wer diese Waffen in der Öffentlichkeit mit sich führen will, braucht die Berechtigung. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. glaskugel

    Neben der meist linksgrünen Kriminalisierung der legalen Waffenbesitzer, in deren Besitz sich ca 5 Mio. Waffen (nicht nur Schußwaffen nach Def. WaffG.) befinden, ist es doch ehrlicherweise höchst notwendig, auch über die (nach Schätzung der Innenministerien ca.20 Mio.) illegalen Waffen zu reden...ODER???!!! Ist praktisch aber kein Thema in der Politik. Warum nicht? Ich rede dabei auch nicht nur von den regelmäßig im "realen Einsatz" befindlichen Messer in der Tasche kulturbereichernder Neuzuzügler aus den Morgenländern, meist als "Männer" und "junge Männer" in den Polizeiberichten auftauchend ;-). Wenn ein islamischer Terrorist eie amerikanische Kriegswaffe in Gestalt einer vollautomatischen Strumgewehres besitzt, fragt man sich schon: Wo hat der Typ das her und gibt es noch mehr dieser Kriegswaffen in Händen muslimischer Strukturen in DEU? Versteckt in Moscheen und Gemüseläden, wie zwei Fälle in DÜS und Bremen vor einigen Monaten zeigten, als der Staat dort Razzien durchführte...

  2. Meyer-Schulze

    Also wenn das die Strategie ist, einem Typen der den Lauf eines Automaten auf einen richtet mit einer Schreckschußpistole zu verunsichern...

  3. Ben Zien

    "Zum Kauf von Schreckschusspistolen oder Tierabwehrspray ist der Kleine Waffenschein allerdings nicht nötig. Nur wer diese Waffen in der Öffentlichkeit mit sich führen will, braucht die Berechtigung. "... Liebe SZ: Wo steht, dass ich für das Führen eines Tierabwehrsprays, was auch auch als solches gekennzeichnet ist, einen kleinen Waffenschein benötige? Das ist nämlich FALSCH!

  4. glaskugel-hammer

    @1 Glasmurmelchen: Mal wieder voll daneben. Wie immer, wenn Sie sich ohne blasse Ahnung von der Materie äußern. Bitte Quelle nennen, dass amerikanische Sturmgewehre bei Islamisten in Deutschland gefunden wurden. Wenn überhaupt sind bei den Herrschaften AK47-Derivate vorzufinden. Übrigens scheinen die Fortschritte sächsischer Grundschüler, was Rechtschreibung angeht, an Ihnen vorübergezogen zu sein. Oder Sie tun nur so, als wären Sie eine Deutsche. (Dass Sie eine Frau sein sollen, haben Sie neulich hier behauptet). Ansonsten: Auch thematisch mal wieder off topic.

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