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Sonntag, 24.09.2017

Maue Freibad-Saison 2017

Einsame Schwimmerin im Pool.
Einsame Schwimmerin im Pool.

© dpa

Dresden. Kühler Mai, heißer Juni, unbeständiger Juli: Das wechselhafte Wetter im Sommer 2017 hat Sachsens Freibädern die Bilanz verhagelt. Gemessen an den Bedingungen zeigten sich die Betreiber dennoch zufrieden mit der Saison. Die Besucherzahlen hingen natürlich immer stark vom Wetter ab, sagt eine Sprecherin der Stadtverwaltung Bautzen. „In diesem Jahr gab es immer wieder Temperaturschwankungen und unbeständige Wetterlagen.“ Nur ein Ort zog ungeachtet dessen mehr Wasserratten und Sonnenbader an - im Osterzgebirge.

Das Bautzener Spreebad war zwar im Mai und Juni stärker besucht als im Vorjahr. Dafür blieben die Becken im weniger sommerlichen Juli oft leer. Und die Saison hatte wegen kühler Witterung mit Verspätung erst Ende Mai begonnen. Die Gesamtbesucherzahl lag mit rund 20 000 um 3 000 unter der des Vorjahres und damit auf dem niedrigsten Niveau der vergangenen fünf Jahre.

Auch in die Chemnitzer Bäder kamen mit knapp 89 200 gut 4 500 Besucher weniger. Dabei wurde die Saison wegen des guten Wetters im Spätsommer schon bis September verlängert, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In Bischofswerda indes scheinen die Freibadfans unverwüstlich, dort wagten sich mit 20 100 nur unwesentlich weniger Gäste in die Fluten als vor einem Jahr.

Die Leipziger Bäderbilanz liegt über dem Jahresdurchschnitt seit 2007, aber auch unter den Vorjahreswerten. Laut der Statistik stehen mit rund 138 000 gut 26 400 Freibadbesucher weniger als 2016 zu Buche. Fast ein Drittel der Wasserratten und Sonnenanbeter kamen dabei im Juni in die sechs Anlagen. „Danach ging dem Sommer jedoch recht schnell die Kraft aus“, resümieren die Betreiber. Für ähnliche Werte wie in der Vergangenheit habe ein stabiles Wetter gefehlt.

Auch für Dresdner Freibäder war es ein durchschnittliches Jahr. Wegen des sprunghaften Wetters ohne länger anhaltende Hitze-Phase lag die Besucherzahl unter denen der beiden Vorjahre. In den elf städtischen Freibädern wurden rund 360 000 Gäste gezählt - knapp 30 000 weniger als 2016 und knapp 60 000 weniger als 2015. „Wir sind zufrieden“, sagte Lars Kühl von der Dresdner Bäder GmbH.

Nur die Talsperre Malter (Osterzgebirge) hat trotz Regen und kühlen Temperaturen eine positive Bilanz. „Wir haben ein gutes Ergebnis“, sagt der Geschäftsführer der Weißeritztal-Erlebnis GmbH, Klaus Kaiser. Rund 35 000 Gäste in den drei Bädern seien ein Plus von 3 000, das spreche für die steigende Beliebtheit des Stausees - zumal „Wildbader“ nicht eingerechnet seien. „Wenn es warm ist und die Sonne scheint, gibt es rund um den See keine Lücke.“ (dpa)

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