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Donnerstag, 12.10.2017

Leipzig zittert vor Urteil aus London

Nach dem millionenschweren Finanz-Desaster durch den verurteilten früheren Geschäftsführer der einstigen Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) geht es für die Stadt jetzt in zweiter Instanz um eine halbe Milliarde Euro.
Nach dem millionenschweren Finanz-Desaster durch den verurteilten früheren Geschäftsführer der einstigen Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) geht es für die Stadt jetzt in zweiter Instanz um eine halbe Milliarde Euro.

© dpa

London/Leipzig. Für die Stadt Leipzig geht es um eine halbe Milliarde Euro: Im Berufungsprozess um die Finanzdeals der Leipziger Wasserwerke (KWL) soll am Montag in London das Urteil gesprochen werden. Das teilte ein Sprecher der Leipziger Stadtholding am Donnerstag in Leipzig mit.

Zuvor hatte die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Die Großbank UBS und die Stadt Leipzig streiten vor dem Court of Appeal darum, wer den Schaden aus den Finanzwetten eines früheren KWL-Geschäftsführers tragen muss. Die Bank verlangt eine Haftung für rund 350 Millionen Euro. Zusammen mit Zinsen, Prozesskosten und Währungsschwankungen stehen für die Stadt Leipzig rund 500 Millionen Euro auf dem Spiel.

Ein früherer KWL-Geschäftsführer hatte 2006 und 2007 die Geschäfte geheim eingefädelt. In der Finanzkrise platzten die Deals. Später kam heraus, dass der KWL-Vorstand bestochen wurde.

In der ersten Instanz am Londoner High Court of Justice hatte die Stadt Leipzig gewonnen.

Die UBS habe seinerzeit enger als erlaubt mit den Vermittlern der Finanzgeschäfte zusammengearbeitet, hieß es. Deswegen seien die Deals nichtig, und die Bank müsse die Risiken tragen. Die UBS setzte jedoch eine Berufung durch. (dpa)

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