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Mittwoch, 02.03.2016

Leipzig wird Flüchtlingsdrehkreuz

Die Verteilung von Flüchtlingen in Sachsen soll künftig besser koordiniert werden. Eine zentrale Einrichtung in Leipzig soll dies gewährleisten.

Blick auf zukünftige Notunterkünfte für Asylbewerber im Stadtteil Mockau.
Blick auf zukünftige Notunterkünfte für Asylbewerber im Stadtteil Mockau.

© dpa

Leipzig. Ein Flüchtlingsdrehkreuz für Sachsen soll in Leipzig eingerichtet werden. Es wird noch in der ersten Märzhälfte mit 1360 Plätzen im Stadtteil Mockau die Arbeit aufnehmen, wie die Landesdirektion am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Alle für Sachsen bestimmten Flüchtlinge sollen dort erfasst und binnen 48 Sunden in die Erstaufnahmestellen des Freistaates weitergeleitet werden. Auch die medizinische Erst- und Akutbetreuung der Flüchtlinge soll dort erfolgen. Betreiber wird das Deutsche Rote Kreuz sein.

In der Vergangenheit waren die Flüchtlinge direkt in Erstaufnahmestellen des Landes gebracht worden. Mit dem Verteilzentrum könnten Nationalitäten oder auch der Familienstand der Asylsuchenden besser berücksichtigt werden, so die Landesdirektion. Sie sollen dort dementsprechend untergebracht werden.

Kommen mehr Flüchtlinge nach Sachsen als der Königsteiner Schlüssel vorsieht, würden die Asylbewerber in andere Bundesländer gebracht, teilte die Landesdirektion weiter mit. Der Schlüssel berücksichtigt sowohl die Zahl der Einwohner als auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Länder.

Neben dem Drehkreuz sollen in Mockau Notunterkünfte für Flüchtlinge neu gebaut werden. Insgesamt 1500 Plätze in Leichtbauhallen sollen in dem Stadtteil an mehreren Standorten bis Ende April entstehen. (dpa)