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Montag, 11.09.2017

Leipzig startet Pilotprojekt zu flexiblem Car-Sharing

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Statt es zu einer Station zu fahren soll es in Leipzig bald möglich sein, das Carsharing-Auto einfach am Zielort stehen zu lassen.
Statt es zu einer Station zu fahren soll es in Leipzig bald möglich sein, das Carsharing-Auto einfach am Zielort stehen zu lassen.

© Symbolfoto: dpa

Leipzig Ein Auto mieten und einfach am Zielort stehen lassen - das flexible Car-Sharing soll ab 2018 auch in Leipzig möglich sein. Ein Pilotprojekt für die Dauer von fünf Jahren sei jetzt auf den Weg gebracht worden, teilte die Stadt am Montag mit. Zunächst sollen 750 Fahrzeuge zugelassen werden, ein einzelner Anbieter könne maximal 250 beantragen. Darunter müssen zehn Prozent Elektroautos sein.

Das System ergänze das stationsgebundene Car-Sharing, das in Leipzig bereits seit 2015 erfolgreich betrieben wird, hieß es. Beim Car-Sharing unterscheidet die Branche zwischen unabhängigen und stationsbasierten Angeboten. Ersteres erlaubt dem Nutzer, das Auto am Ziel einfach stehenzulassen. Stationsbasierte Anbieter haben dagegen feste Standorte, zu denen das Fahrzeug zurückgebracht werden muss. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Klaus

    Und die 10% Elektroautos dürfen dann nur an den seltenen Ladesäulen abgestellt werden? Oder welcher Kunde setzt sich in ein leergefahrenes Elektroauto?

  2. Besucher64

    Also teilAuto gibt es in Leipzig nicht erst seit 2015. Und ein hoher Anteil Elektroautos macht nur dann Sinn, wenn es entsprechende Ladeinfrastruktur gibt. Aber grundsätzlich ist ein System ohne feste Stationen eine gute Ergänzung.

  3. Torsten

    Lieber Klaus: Zunächst einmal reden wir hier von einem Pilotprojekt. In Deutschland kommt oft Grundsatz-Kritik an Pilotprojekten, obwohl diese doch dafür da sind, Dinge auszuprobieren. Warum wird für den Testbetrieb unmittelbar eine flächendeckende Ladeinfrastruktur gefordert? Für den Test soll es 750 Fahrzeuge geben, in Leipzig gibt es derzeit gut 70 Ladestellen. Wie ist denn das Verhältnis Anzahl Verbrenner-Fahrzeuge zu Zapfsäulen in Leipzig? Zudem hat ein Elektro-Auto derzeit eine durchschn. Reichweite von gut 240km (bis 2020 werden 400km prognostiziert). FreefloatingCarsharing wird i.d.R. innerstädtisch betrieben, die Leute fahren mit so einem Fahrzeug vielleicht 10km pro Ausleihe. D.h., dass 23 Leute das Elektroauto abstellen können, wo sie wollen, der 24. muss es auf seinem Weg zur Ladesäule fahren. Das Bsp. DriveNow in Berlin zeigt, dass sowas gut läuft. Wer das Auto bei einem Akkustand <20% zu einer Ladesäule fährt, erhält 30 Freiminuten. Das Anreizsystem funktioniert sehr gut!

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