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Montag, 25.01.2016

Kohleausstieg - Hendricks will Lausitzer Ideen in Klimaschutzplan einbeziehen

Bundesumweltministerin trifft Kohlekumpel: Barbara Hendricks (SPD) will den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2050. Bald soll dazu ein Klimaschutzplan erarbeitet werden - mit Ideen aus der Lausitz.

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Bundesministerin für Bau- und Umwelt, Barbara Hendricks (SPD)
Bundesministerin für Bau- und Umwelt, Barbara Hendricks (SPD)

© dpa

Spremberg. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will Ideen aus der Lausitz in ihren angedachten Klimaschutzplan einbinden. „Ich komme bewusst jetzt in die Lausitz, bevor der politische Prozess zum Klimaschutzplan beginnt“, sagte Hendricks vor einem Treffen mit Kohlekumpeln am Montag. „Denn mir geht es darum, die Probleme, aber auch die Ideen der Region kennenzulernen und von Anfang an einzubeziehen.“

Hendricks will bis zum Sommer einen langfristigen Klimaschutzplan vorlegen. Er soll zeigen, wie ein klimafreundliches Deutschland bis 2050 aussehen kann. Die Bundesministerin beharrt auf den Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland bis spätestens 2050.

Bei den Gesprächen mit Vattenfall-Betriebsräten im Lausitzer Braunkohlerevier soll es am Montag nach Ministeriumsangaben auch darum gehen, wie ein geordneter und sozial abgefederter Ausstieg aus dem fossilen Energieträger gelingen kann.

In der Lausitz betreibt der schwedische Energiekonzern Vattenfall derzeit vier Braunkohlegruben und mehrere Braunkohlekraftwerke. Er will die Sparte aber noch in diesem Jahr verkaufen, um sich stärker auf erneuerbare Energien zu konzentrieren. Im zweitgrößten Braunkohlerevier Deutschlands arbeiten rund 8 000 Menschen. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

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  1. Aleister Crowley

    Doktorarbeit: "Die Entwicklung der Margarineindustrie am unteren Niederrhein." - Voll qualifiziert die Frau - für die Lausitz!

  2. PS

    @1: Andererseits - sie hat immerhin überhaupt ökonomischen Sachverstand. Nicht selbstverständlich bei den Regierenden, erst recht nicht bei Umweltministern.

  3. Aleister Crowley

    @PS: Die Frage ist, ob dieser zum Tragen kommt oder doch viel lieber die Ideologie siegt.

  4. howetzel

    Deutschland hat nach OECD-Studie zum Stand 2012 250 Mio t CO2 (als Treibhausgas) eingespart! Tolle Leistung - oder ? Wenn man nun noch weiß, dass 1989 in der DDR 300 Mio. t Braunkohle gefördert wurden und heute noch 65 Mio t. in Ostdeutschland gefördert werden, soltte man stutzig werden. Da 1 t Rohbraunkohle etwa 1 t CO2 entspricht, gibt es da eine Korrelation! Die Einsparung von CO2 in Deutschland wäre ohne die Deindustrialisierung Ostdeutschland und der nichtgeförderten Braunkohle undenkbar. Grüne Ideologen haben die Schuldigen gefunden. Da sind die Roten offensichtlich noch schlimmer als die Grünen, denn Dr. Hofreiter hat sehr wohl etwas anderes gefordert: Abschalten der Kraftwerke aus Adenauers Zeiten (Rede vom 26.11.2014). Die Lausitzer Kraftwerke sind wesentlich jüngeren Datums. Die 4000 MW aus der DDR wurden gar bis 1994 modernisiert! Auch als Betroffener eines neuen Tagebaus habe ich keine Lust, Kanonenfutter für Grüne Ideologen zu sein.

  5. RisikoverteilungIstSinnvollAberSo?

    Hat einer schon einmal daran gedacht, dass es sinnvoller sein könnte die Energiespeicher dort hin zu verlegen, wo auch tatsächlich große Energieabnehmer sind? Was die Lausitz braucht ist akademische Bildung! Die Lausitz braucht eine Fern-Uni mit vielen Laboren und Ausgründungen, die national überall anzuerkennende Fächer aller Studienrichtungen anbietet und produktive Menschen mit anlockt. Die Lausitz sollte ein Artenrefugium, ein Kulturbiotop nach dem Vorbild Hollywoods, ein Spitzensportcluster, eine Software- und Hardwaretechnologieschmiede, das Kunsthandwerk weiterentwickeln, Spitzenarchitektur verwirklichen, eine Gegend der ultimativen Entfaltung und der irdischen Artenvielfalt sein, dass sich verteidigen kann. Die Energiespeicher gehören in die besonders energieintensiven Produktions-und Ballungszentrum hin, wegen der Übertragungsverluste. Für die Lausitz ist Energiegewinnungsvielfalt+Energiespeicherung auf der Siedlungsdichte angepaßten Niveau viel wichtiger.

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