Freitag, 22.02.2013

Kipping: Junge Väter haben es im Berufsleben oft schwerer

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Katja Kipping.
Katja Kipping.

©dpa

Hamburg/Dresden. Die Linke-Bundesvorsitzende Katja Kipping (35) wirbt um Verständnis für berufstätige Väter. Für sie sei es oft noch schwieriger als für Frauen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. «Ich finde, dass es junge Väter im Berufsleben oft schwerer haben als Mütter. Wenn Väter mal früher gehen wollen, hören sie sofort den Satz: Muss das denn sein?», sagte die gebürtige Dresdnerin in der aktuellen Ausgabe des Familienmagazins «Nido».

Frauen hätten immerhin eine Mutterschutzzeit. «Für junge Väter gilt das nicht. Sie werden somit faktisch gezwungen, wichtige Phasen der Familienarbeit nach der Geburt zu schwänzen», sagte Kipping.

Bei Familie Kipping geht es auf jeden Fall gerecht zu. Sie teile sich mit ihrem Mann die Arbeit hälftig, sagte die Politikerin. «Dabei geht es nicht um exakt abgesteckte Arbeitsbereiche, sondern vielmehr darum, sich genau abzusprechen: Wer holt unsere Tochter an welchem Tag ab? Oder wer bleibt an welcher Impfstrecke dran?» (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

  1. Aloski

    Recht hat sie! Vätern wird es nach wie vor negativ angekreidet, wenn sie eine Auszeit für ihre Kinder beantragen. Laut Statistik machen junge Väter sogar noch mehr Überstunden als andere. ... nicht gut für´s Familienleben!

  2. Ralph Steinfeldt

    Frau Kipping will punkten, wo es nichts mehr zu holen gibt. Die Fraktion der Linken stimmte dem Gesetzesänderungsvorschlag, am 14.12.2012 zu § 1578b BGB zu (einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin). Im eigenen Antrag (Drucksache 17/9402, vom 24.04.2012) besteht die Fraktion DIE LINKE auf zuvörderst väterliche Betätigung („…sofern der Vater die Übernahme der gemeinsamen Sorge erklärt.“), nicht lediglich die Vaterschaft anerkennt, bzw. diese nachgewiesen wurde. Punkt 3. Steht dem Gerede (mehr kann es nicht sein) von Frau Kipping komplett im Wege, wie auch Punkt 4. schon von daher ziemlich blödsinnig ist, weil die Mehrzahl der Sachbearbeiter deutscher Jugendämter ausgesprochen tradiert (mütterzentriert) geprägt ist. Ohne Änderungen im Familienrecht werden nur wenige Mütter sich ändern und somit die vielen übrigen Neuausrichtungen der Väter zu verhindern wissen.

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