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Montag, 08.02.2016

Keine Anzeige nach Reichsbemalung

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Das Kunstobjekt “Miteinander“ in Heidenau ist in der Nacht zu Sonntag in den Farben Schwarz-Weiß-Rot bepinselt worden.
Das Kunstobjekt “Miteinander“ in Heidenau ist in der Nacht zu Sonntag in den Farben Schwarz-Weiß-Rot bepinselt worden.

© dpa

  • Das Kunstobjekt “Miteinander“ in Heidenau ist in der Nacht zu Sonntag in den Farben Schwarz-Weiß-Rot bepinselt worden.
    Das Kunstobjekt “Miteinander“ in Heidenau ist in der Nacht zu Sonntag in den Farben Schwarz-Weiß-Rot bepinselt worden.
  • So sah der Schriftzug vorher aus.
    So sah der Schriftzug vorher aus.

Heidenau. Nach Farbschmierereien an der „Miteinander“-Skulptur in Heidenau will Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) auf eine Anzeige verzichten. Er sehe den Vorfall nicht unbedingt als Beschädigung, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Vielmehr sei die Installation - ein 15 Meter langer Schriftzug „Miteinander“ - dazu gedacht, dass sich Menschen darauf verewigten. Auch wenn sie verschiedener Meinung seien. „Das muss man als Demokrat gelassen sehen.“

Unbekannte hatten am Wochenende die 2,15 Meter hohen Stahl-Buchstaben mit Schwarz-Weiß-Rot übermalt - den Nationalfarben von Nazi-Deutschland und des einstigen deutschen Kaiserreichs, die heute gern von Neonazis verwendet werden. Die Installation war im vergangenen Oktober als Reaktion auf rechte Krawalle vor einer Flüchtlingsunterkunft aufgestellt worden. Initiiert wurde das Projekt vom Künstler Olaf Stoy.

Nach Angaben von Bürgermeister Opitz hatten sich am Montagvormittag mehrere Menschen spontan versammelt, um den monumentalen Schriftzug mit roten und blauen Punkten zu versehen und somit wieder bunt zu gestalten. Zuvor hatte „Radio Dresden“ von der Aktion berichtet. (dpa)