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Sonntag, 03.11.2013

Karl Marx als Musical-Held bei Uraufführung in Plauen gefeiert

Karl Marx erlebt auf der Theaterbühne eine musikalische Auferstehung. Der einstige Staatsheilige der DDR ist jetzt ein Musical-Held. Dem Publikum gefällt es.

„Comeback! Das Karl-Marx-Musical“ - seine Uraufführung erlebte das Stück über die Finanzkrise am 02. November in Plauen.
„Comeback! Das Karl-Marx-Musical“ - seine Uraufführung erlebte das Stück über die Finanzkrise am 02. November in Plauen.

© dpa

Plauen. Die Verwechslungskomödie „Comeback! Das Karl-Marx-Musical“ ist im Vogtlandtheater in Plauen am Samstag mit viel Applaus gefeiert worden. In dem Musical aus der Feder von Prinzen-Sänger Tobias Künzel sowie Maximilian Reeg und Steffen Lukas erlebt der Urvater des Kommunismus in Gestalt eines mittellosen Musikers eine Wiederauferstehung. Die Premierengäste fühlten sich von den rockigen, eingängigen Liedern des schrillen Stücks offensichtlich gut unterhalten.

Ort des Geschehens ist London - einer der größten Finanzplätze der Welt - während der Zeit der Finanzkrise. Banker Manfred Acermann will seine Bilanzparty groß feiern, als er feststellen muss, dass die Krise ihn arm gemacht hat. Finanzberater Rasputin Mammonson macht Karl Marx und dessen Kapitalismusfluch für das Desaster verantwortlich. Bei einer spritistischen Sitzung am Grab des Weltverbesserers versuchen die zwei, diesen wieder zum Leben zu erwecken. Er soll seine Vorhersagen zurücknehmen - und so die Krise beenden. Der Lärm weckt den mittellose Musiker Marc, der zwischen den Grabsteinen genächtigt hat. Er wird für den auferstandenen Marx gehalten. Der Banker und sein Kumpan versuchen nun, diesen von den Annehmlichkeiten des Kapitalismus zu überzeugen. Und dann ist da noch das Töchterchen des Bankers, das Gefallen an Marc findet.

Schrille Kostüme, grelle Licher, Karl-Marx-Kopf, rote Socken, knackige Dialoge und ein Ensemble, dem das Spiel des absurden Stückes sichtlich Freude bereitete. Das Publikum sparte nach Gesangseinlagen und pointierten Dialogen nicht mit Beifall. So etwa wenn Finanzmagier Mammonson gesteht, vom Bankgeschäft eigentlich gar keine Ahnung zu haben und seine Bezahlung rechtfertigt: „Wer das größte Maul hat, bekommt den fettesten Bonus.“ Eine Rockband flankiert von sechs Bläsern sorgte für satten Sound. (dpa)

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