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Freitag, 18.03.2016

Juristenausbildung wird in Leipzig konzentriert

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Dresden. Das Studium der Rechtswissenschaften an der TU Dresden wird eingestellt, dennoch kann die Universität acht ihrer dreizehn Rechtswissenschafts-Professoren behalten. Das teilte die TU gestern mit. Damit geht zwar ein großer Teil der Professoren nach Leipzig, aber nicht der Großteil, wie berichtet. Die Juristenausbildung wird künftig nur noch an der Universität Leipzig stattfinden und die Ausbildung dort gestärkt. Das hatte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Dienstag angekündigt. Dies ist Teil des Hochschulentwicklungsplanes, der die Studienfächer in Sachsen neu ordnet.

An der TU Dresden soll mit den verbleibenden Professoren ausreichend juristisches Wissen vorhanden sein, um dieses in andere Studiengänge einzubringen. Ob es künftig noch eine eigenständige Juristische Fakultät in Dresden geben könne, das sei noch nicht diskutiert worden, sagt TU-Sprecherin Kim-Astrid Magister. Auch werde verhandelt, ob im Sommer noch einmal Studenten hier anfangen können. (SZ/sts)

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Martin H.

    Die TU Dresden ist eine von elf Exzellenz- Universitäten in Deutschland. Die Uni Leipzig ist bei diesem Wettbewerb kläglich gescheitert. Jetzt muss DD zum Dank eine Fakultät nach L abgeben. Leistung lohnt sich!! Keine Landesregierung in Deutschland ist so dumm, bei einer Exzellenz-Universität zu sparen. Im Gegenteil. Überall wird investiert. Investoren und Wissenschaftler wissen jetzt, dass die eigene Landeregierung bei der Uni der Landeshauptstadt spart. Ein fatales Signal. So wird die TU DD gefährdet und damit die Zukunftschancen von DD. Die TU DD ist der größte und einzige "Konzern" mit Sitz in DD. Der LEUCHTTURM für die DD Wirtschaft und Wissenschaft. Tillich beschädigt ihn. Frau Stange nimmt Rache für ihre gescheiterte OB-Kandidatur. Und die DD-Politiker? Hilbert schaut zu. Und die DD-Landtagsabgeordneten sind noch mit dem Zählen der letzten Diätenerhöhung beschäftigt. Und die Dresdener selber? Schlucken wie immer alles!!! Aber hinterher Jammern. Oh diese Dresdner........

  2. ErziehungZurWillfährigkeit

    Die Strategie bei essentiellen Studiengängen, wie hier Jura, nur eine Studienmöglichkeit innerhalb Sachsens zu gewähren, finde ich dumm! Ebenso dumm ist der Zusammenschluss der Architektur der HTW und der TUD. Man erzeugt damit ein Klumpenrisiko! Ist die eine Juraausbildung dann schlecht, fällt das Niveau für ganze Generationen mies aus und die Macht über die Exzellenz ganzer Fakultäten konzentriert sich. Damit wird befruchtender Wettbewerb, die akademische Meinungsfreiheit und Freiheit der Lehre ausgedünnt. Ich finde auch d. die TUD genug Studiengänge und genug Studenten hat. Eine Fernuni in Bautzen mit u.a. Jura im Angbot ist sinnvoll und eine willkommene Revitalisierung und Reakademisierung. Sowohl die zu ernennenden Richter, als auch deren Ausbildung dürfen aus Gründen der Manipulationssicherheit nicht nur von einer Fakultät geleitet werden, weil dann d. richterliche Pluralität flöten geht. Man kann sich nicht nur auf die anderen Bundesländer verlassen! So fördert man Bücklinge.

  3. ErziehungZurWillfährigkeit

    Auch bei der Architektur hat Sachsen Defizite. Man wird häufig den Eindruck nicht los, dass v.a. Betonkästen und Abklatsch von Stahl-Glas-Industriebauten gelehrt werden und die einfachsten Produktionsdesigns immer die Besten seien. Aber die Architektur hat sehr viele Baustile und Nuancen hervorgebracht und diese v.a. REPRODUZIEREN und nicht wiederherbeten zu können, ist wichtig. Ständige stupide Bastelarbeiten können Kreativität eher killen als beflügeln, weil zu viel Stress einsilbig macht und rumbasteln ohne wirkliches grafisches Zeichnen, von Leuten die auch das Komplexe beherrschen. D. Wettbewerbe wirken wie Geschmacksdiktaturen. Bautzen hätte genügend Abstand vom DD Einerlei. Immerzu den eigenen Schmarn zu lobpreisen, finde ich auch armselig und unwissenschaftlich! Würde Sachsen nicht mit Mrd. die Wohnungsmonopolisten pampern, könnte locker eine Fernuni mit allen Studiengängen und Studienfächern auf Fernstudium errichtet werden. Teurer als eine Mrd.€ ist das auch nicht!

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