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Freitag, 15.01.2016

Journalistenverband zeigt Festerling an

Tatjana Festerling - hier bei einer Demo in Dresden.
Tatjana Festerling - hier bei einer Demo in Dresden.

© Robert Michael

Dresden. Die umstrittene „Mistgabel“-Äußerung von Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling hat nun auch juristische Folgen. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat bei der Staatsanwaltschaft Leipzig Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen die 51-Jährige erstattet.

Festerling hatte am Montag bei einer Legida-Veranstaltung in Leipzig eine Rede gehalten. Dabei rief sie den Demonstranten zu: „Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gericht, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln.“

Wie der DJV mitteilt, erfüllt diese Äußerung nach Auffassung des Verbandes den Tatbestand der Volksverhetzung. Die Äußerung sei geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören.

Festerling gerät immer wieder ins Visier der Staatsanwälte. Zuletzt hatte das Landgericht Hamburg ein Ordnungsgeld von 500 Euro wegen eines umstrittenen Facebook-Posts erlassen.(szo)