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Donnerstag, 04.02.2016

„Ist das wirklich so schlimm?“

Kultusministerin Brunhild Kurth will in Bautzen über das neue Schulgesetz diskutieren – und trifft auf die Realität.

Von Jana Ulbrich

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„Wir haben nicht genug Lehrer!“ Die Gespräche mit Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) drehen sich immer wieder um dieses eine Thema.
„Wir haben nicht genug Lehrer!“ Die Gespräche mit Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) drehen sich immer wieder um dieses eine Thema.

© Carmen Schumann

Die Ministerin ist überrascht: Mit so vielen Leuten hat Brunhild Kurth nicht gerechnet. Die Stühle in der großen Aula des Bautzener Schiller-Gymnasiums reichen bei Weitem nicht aus. Aus ganz Ostsachsen sind Lehrer und Eltern, ja sogar Schüler, gekommen, um über die geplanten Änderungen im neuen Schulgesetz zu diskutieren. Es wird an diesem Abend nicht die einzige Überraschung für Sachsens Bildungsministerin bleiben.

Brunhild Kurth hat zum „Bürgerdialog“ eingeladen. Bevor das Schulgesetz neu beschlossen wird, sollen Eltern und Lehrer ihre Meinung sagen und ihre Wünsche und Bedenken vortragen dürfen. So etwas hat es bisher noch nicht gegeben in Sachsen. Und Brunhild Kurth meint es ehrlich. Engagiert reist sie von Regionalstellen-Bezirk zu Regionalstellen-Bezirk. Sie hat schon mehrere Gesprächsrunden hinter sich. Es geht um Inklusion, es geht um eigene Gestaltungsmöglichkeiten und die finanzielle und personelle Ausstattung von Schulen, und es geht um den Erhalt von Schulstandorten im ländlichen Raum.

In Ostsachsen aber geht es um noch mehr. „Lehrermangel“ ist das Wort, das Brunhild Kurth in Bautzen immer und immer wieder zu hören bekommt. Sie hört vom hohen Krankenstand, von Unterrichtsausfall – an manchen Tagen bis zu 50 Prozent, vom sich verschlechternden Klima in den Lehrerzimmern, von Überforderung, vom Ausgebranntsein, vom Zeitmangel, von überfüllten Klassen, von 20 Prozent Seiteneinsteigern, von sinkender Qualität des Unterrichts.

Die Ministerin wirkt sichtlich betroffen. So viel Frust hat sie in noch keiner Gesprächsrunde zuvor erlebt. „Ist das wirklich so schlimm?“, fragt sie flüsternd die beiden Reporter, die gerade neben ihr stehen. Die nicken. Entschlossen tritt Brunhild Kurth in die Runde. Sie weiß, dass sich an der Situation nichts ändern wird. Noch nicht. Aber sie will Mut machen. Das Problem sei nicht der Mangel an Stellen, betont sie, es sei der Mangel an Personal, um die Stellen auch besetzen zu können.

„Der Lehrermarkt ist leer gefegt“. Die Ministerin hat diesen Satz schon oft gesagt. „Wir werden gemeinsam noch eine harte Zeit durchstehen müssen“, sagt sie ebenfalls. Sie wisse das. Frühestens in zwei Jahren werde es mehr Lehramtsabsolventen von den sächsischen Hochschulen geben. Dann würde sich die Personalsituation entspannen. Überzeugen können ihre Worte in Bautzen aber kaum. Denn in den kommenden zwei Jahren wird noch ein Großteil der jetzigen Lehrerschaft in den Ruhestand gehen. Gerade im nächsten und übernächsten Schuljahr wird in den Lehrerzimmern die höchste Zahl an Abgängen erwartet. Die Ministerin plant deswegen, Schulleitern einen auskömmlichen Honorarfonds zur Verfügung zu stellen, mit dessen Budget personelle Engpässe an Schulen kurzfristig mit externen Kräften ausgeglichen werden könnten.

Der Personalmangel ist auch das bestimmende Thema in den Diskussionen um die Integration von Kindern mit Behinderungen und Lernproblemen. „Wie soll sich ein Lehrer in einer Klasse mit 28 Schülern denn um den Einzelnen kümmern können?“, fragt eine betroffene Mutter. Als ein großes Problem erweisen sich für die Inklusion aber auch die unterschiedlichen Zuständigkeiten. Laut Schulgesetz soll den Integrationsschülern ein Lernbegleiter zur Seite gestellt werden. Die Genehmigung und Finanzierung aber läuft über die Jugendämter der Landkreise. Immer wieder berichten Eltern davon, dass die Inklusion ihrer Kinder in Regelklassen scheitert, weil das Jugendamt eine Lernbegleitung ablehnt. Tatsächlich bestätigt Brunhild Kurth, dass sie gerade aus Ostsachsen besonders viele solcher Problemfälle auf dem Tisch hat. Das Problem der klaren Zuständigkeiten nimmt sie mit. Nächste Woche will sie sich mit den Landräten und Oberbürgermeistern treffen. Bei der Gelegenheit will sie das Thema gleich ansprechen.

Skepsis herrscht auch in der Gesprächsrunde um den Erhalt kleiner Schulstandorte. Viele am Tisch befürchten, im neuen Gesetz könnten doch noch Fallstricke hin zu Schulschließungen lauern. Viele können sich auch nicht vorstellen, wie das funktionieren soll mit dem jahrgangsübergreifenden Unterricht. Das könne man sich an zahlreichen freien Schulen ansehen, die das in exzellenter Weise vormachen, empfiehlt die Ministerin. – Die Zeit zum Diskutieren reicht längst nicht aus. Nach dem offiziellen Teil gehen die Gespräche angeregt weiter. Gelegenheit für zwei angehende Abiturientinnen aus Bautzen, mit Brunhild Kurth zu sprechen: Nicht nur viele Lehrer, sagen sie, auch viele Schüler seien längst überfordert. Zu viel Lernstoff müssten sie schaffen in zu kurzer Zeit. Das müsse sich ändern. Die Ministerin ist sichtlich beeindruckt von so viel Offenheit und Ehrlichkeit in Ostsachsen.

Leser-Kommentare

Insgesamt 21 Kommentare

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  1. kein Fan

    Respekt, Frau Ministerin zu diesem Erkenntnisgewinn. Und JA; ES IST SO SCHLIMM. Und dazu müssen Sie nicht einmal nach Bautzen fahren, es reicht z.B. an die Schillerschule in Dresden zu gehen. Da werden Lehrer abgezogen, weil in anderen Schulen (88.) noch mehr Personalprobleme herrschen. Und ein Honorarfond lost das Problem auch nicht wirklich? WEN wollen Sie den davon bezahlen? Um Lehrer zu sein, brauchts eine pädagogische Ausbildung und nicht nur reines Fachwissen. Wir sollten nicht vergessen, WEM wir diese "besondere Personalsituation" zu verdanken haben. Jedem noch so schlechten Schuler dürfte klar sein: Ein heute x-jähriger Lehrer ist in 365 Tagen genau ein Jahr alter und somit 1 Jahr seiner Verrentung näher. Das gleiche gilt für 2,3,4,5... Jahre. Ganz leicht ausrechenbar! Und jetzt wundern Sie sich über fehlende Lehrer? Ich fass es nicht. Ein gut aufgestelltes Bildungssystem würde nicht vor jeder Erkältungszeit oder ein paar Flüchtlingskindern kapitulieren.

  2. dd1953

    Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob in der jetzigen Diskussion zum Lehrkräftemangel auch wirklich eine realistische Zahl an zu erwartenden Flüchtlingskindern mit Schulpflicht eingerechnet wird. Wenn es jetzt schon mehr als eng ist, es in den nächsten 2 Jahren nicht besser wird und anschließend wohl erst einmal der Altersabgang kompensiert werden kann - wo soll der zusätzliche Lehrerbedarf für die Flüchtlingskinder herkommen? Nicht überall können Klassen aufgestockt werden (28 Schüler pro Klasse wird dann der Regelfall sein), es werden zig neue Klassen aufgemacht werden müssen. Jeweils mit einer zusätzlichen FACHkraft (bitte!). Könnte die SZ in diese Richtung mal recherchieren? Auch unter Zuhilfenahme der aktuellen Flüchtlingsprognose für 2016. Das würde die eine oder andere unsachliche Diskussion ersparen. Denn solange Unklarheit herrscht, braucht man sich über Gerüchte und stimmungsmachende Mutmaßungen nicht zu wundern.

  3. Bernd

    Frau Kurth's Frage an die Reporter, "Ist das wirklich so schlimm ?" zeigt, dass entweder der Chef des Bautzener Regionalschulamtes, Herr Peter, ihr nicht ordentlich berichtet hat oder das Frau Kurth jenes was berichtet wurde nicht verstanden hat oder verstehen wollte! Die Betroffenheit von Frau Kurth ist etwas weltfremd, seit dem ihr Vorgänger Herr Wöller am Finanzminister gescheitert ist.

  4. Sebastian

    Tja @Bernd, ist doch ganz einfach, die Bürgermeister und diversen Verantwortlichen werden mit Sicherheit ihr Leid klagen. Nur wird das an entsprechender Stelle nur mit einem Lächeln quittiert und mit den üblichen Floskeln wie Geldmangel abgetan. Nicht nur beim Thema Schule ist das so, generell bei Problemen wird dicht gemacht und versucht die Sache auszusitzen. Dann wundert man sich wenn nichts mehr geht.

  5. Überraschung

    Na sowas... Seit Jahren ist bekannt, dass es diesen Lehrermangel gibt, der nun durch den eintretenden Generationswechsel noch schlimmer wird. Offenbar ist die Situation aber noch nicht schlimm genug, wenn man erlebt, mit welch grenzenloser Arroganz man in den zuständigen Behörden qualifizierte Quereinsteiger abtreten lässt. Eine gute Freundin von mir hat jahrelang sehr erfolgreich als Freiberuflerin am Goethe-Institut Deutsch gelehrt und wollte nach ihrer Elternzeit gern in eine Festanstellung wechseln, um ihrer Familie eine gewisse finanzielle Sicherheit bieten zu können. Man hat die bei ihr zweifellos vorhandene Fachkompetenz nicht mal bis zu Ende geprüft, sondern sie einfach wieder weggeschickt mit dem Hinweis, sie könne wiederkommen, wenn sie das erforderliche Pädagogikstudium nachgeholt hat. Ein kluger Mann hat mal gesagt: Stolz muss man sich leisten können! Offenbar gehts den Schulbehörden scheinbar noch nicht dreckig genug...

  6. Andrea Schmidt

    Ja, es ist alles noch viel schlimmer. Aber seid wann interssiert unsere Politiker die Wirklichkeit ? Ist das vielleicht schon die Saat von Pegida und AfD. Dann wäre es ein Grund mehr diese Partei zu wählen.

  7. dg

    Ich hab mich schon vor 6 Jahren gewundert, als mein erstes Kind eingeschult wurde, warum die Eltern keinen Aufstand veranstalten. Da war das alles schon absehbar bzw. die Probleme schon da. Aber man ruht sich ja gerne auf PISA aus, dem Blick 5 Jahre zurück. Und es werden trotzdem jedes Jahr die gleichen Parteien gewählt. Vielleicht solltet Ihr den Großeltern Eurer Kinder mal erklären, welche Parteien für den großen Nachhilfeaufwand und sinkende Qualität bei der Ausbildung Ihrer Enkel verantwortlich sind. Solange ein Drittel der Wahlberechtigten (Rentner) Parteien ohne Blick in die Zukunft wählt, wird sich auch nichts ändern. Wenn alle betroffenen Eltern und Großeltern eine Demo in Dresden machen gegen Stundenausfall, fehlende Lehrer und sinkende Bildungsqualität, gibt es mehr Teilnehmer als bei Pegida. dg.

  8. Mal ne Anmerkung

    Ist es nicht zu Zeiten wie vor 1989?Da wurde den "Oberen" nie die Wahrheit an der Basis berichtet.Da wurde gelogen um "Gut Wetter" zu machen!Und heute ,da ist eine Ministerin über massive Mißstände in ihrem Fachgebiet überrascht!Und warum,liest sie keine Zeitung ,nimmt sie die massive Kritik an der Schulpolitik der Landesregierung nicht wahr ,oder warum ist sie so unwissend?Und sagt sie IHREM Herrn MP Tillich und dem Herrn Unland mal die Wahrheit oder wissen DIE das nur interessiert es sie nicht? Ihr Vorgänger Herr Wöller hat genau diese Mängel und Mißstände angesprochen und wurde abserviert!Ja die Kinder sind die Zukunft hört man am Tag hundertmal in den Medien ,nur in Sachsen nicht! Das könnte doch auch in die "Proteste" der besorgten Bürger ,Montags auch mit einfließen.

  9. Frage

    Laufen Montags nicht die, die uns das durch ihr Wahlverhalten mit eingebrockt haben ? Übrigens wurde uns vor 10 Jahren schon gesagt, mein Sohn war damals am RoRo und die Deutschlehrerin blieb wegen Mutterschutz zu Hause (der Ausfall drohte sich also seit mindestens 6 Monaten an) - geplanter Ausfall ist kein Ausfall. Hat sie das geändert? Hinzu kommt die Idiotie des Lehrerstudiums mit Bachelor und Master und nun wieder Staatsexamen. Der nächste Schwachsinn ist, dass jedes Bundesland macht was es will und ei Lehrer aus Bayern mit seiner Fächerkombination in Sachsen nicht angestellt wird, auch wenn der sehr gern möchte, selbst mit weniger Geld und ohne Beamtentum. Strategie sieht anders aus ! Strategen gibt es eh nicht mehr, nur noch Wahltaktiker und Pöstchenhascher - egal ob bei den alten Parteien oder AfD, Piraten und wie sie sich alle nennen. Schon der Status "Berufspolitiker" ist zum kotzen ! Wer von denen würde ehrenamtlich, also ohne Geld was tun ? Ich hör jetzt besser auf.

  10. stromberg64

    Und jetzt muss man unbedingt den Blog des Sächsischen Kultusministeriums zur Veranstaltung in Bautzen lesen. Laut Berichterstattung müssen es zwei unterschiedliche gewesen sein. Man lässt sich jetzt schon für das neue Schulgesetz feiern, ohne die Rahmenbedingungen dafür geschafft zu haben. Wieder so ein "sächsischer Weg", der nur in die Augen gehen kann.

  11. Demokrat

    Das eine Ministerin Journalisten fragt: ja ist es wirklich so schlimm sagt alles aus. Dh.diese Ministerin hat ihr Ministerium nicht im Griff u. liest warscheinlich auch keine Zeitungsberichte - Erkenntnis -sie ist nicht in der Lage ein solches Ministerium zu leiten.Dies zum ersten aber es ist ja nicht nur die Ministerin es ist die ganze Bildungspolitik u.Politik überhaupt. Bildung Gesundheit u.Sicherheit sind die wichtigsten Eckpfeiler eines gesunden Staatswesens. Hier zeigt sich das deutsche mit seinen etablierten Parteien u.einer nicht regierenden aber agierenden Kanzlerin ist unfähig das Land weiter zu führen.Ein Land welches unsinnig Milliarden in fremden Kriegen verpulfert u zulässt das Banken gerettet werden u.Entwicklungsgelder von korrupten Politikern der Entwicklungsländer zur persönl.Bereicherung genutzt werden.Solange die die Mehrheit des Volkes (SOUVERÄN) zulässt geht das Chaos weiter Weg mit den Etablierten ,Mut zu Neuanfang es ist noch nicht zu spät fordert Runden Tisch

  12. Dresdner Bürger

    Meine Nichte hat in Dresden studiert und lehrt jetzt in Hessen, was bekanntlich nicht in dem Teil Deutschlands liegt, wo sie geboren, aufgewachsen und ausgebildet worden ist. So sind die FAKTEN und alles Gelaber Willensbekundungen etc. wir daran nichts, aber auch gar nichts ändern!

  13. kein BILD-Leser

    @Überraschung: Seit wann kann es denn Behörden dreckig gehen? Letztlich liegt das ganze Problem doch an den Prioritäten. Wer setzt diese? Sicher Regierung/Parlament, natürlich gewählt vom Volk. Tja, seit mindestens 25 Jahren nun wird vorrangig einseitig auf Wirtschaftswachstum, Gewinnmaximierung, Lohndumping etc. geschielt. Da ist es aus meiner Sicht kein Wunder, wenn für Bildung und andere soziale Aufgaben das Geld fehlt.

  14. Müller

    Ohne Frau Kurth in Schutz nehmen zu wollen, aber sie muss jetzt die Suppe verfehlter Personalpolitik der vergangenen 20 Jahre ausbügeln. Vor einigen Jahren sagte mal ein Kultusminister: "Die jungen Lehrer sollen ruhig in den Westen gehen und Erfahrungen sammeln. Wenn wir sie brauchen, holen wir sie zurück." Ich hab mich damals schon gefragt, wovon er eigentlich Nachts träumt? Auch wenn die jetzt eingestellten Lehrer zu wenig sind, es passiert wenigstens was. Und es gibt zur Zeit nicht genug, also muss man Quereinsteiger einsetzen.

  15. Oswin

    Bravo und volle Zustimmung "Demokrat". Was sollen denn die Berufspolitiker können. Nichts brauchen diese Kader im Kopf, sie können auf jedem Posten sitzen, --> sie haben sich durch Machenschaften und Listenplätze nach oben laviert. Aber das Volk wählt immer seine Schlächter selber. Jahrzehntelange Dummheit in der Wahlkabine ausgelebt, erst bei der SED und nun gleich weiter bei der CDU. War damals gut, wird sicher auch heute nicht verkehrt sein. Nischt, aber auch Garnichts gelernt. Geht halt och nischt Neues in die alten Schädel.

  16. DuliebeGüte

    @14, Frau/Herr Müller: "... sie muss jetzt die Suppe ... ausbügeln." Danke, Sie haben mir den Tag gerettet.

  17. Berg vermisst

    ... wo bleibt eigentlich unser CDU-Freund Berg in dieser Diskussion ? Seinen Standpunkt hätte ich da zu gern mal gewusst.

  18. Frage

    AfD und andere kriegen das auch nicht hin. Solche Höcke-Typen können wir erst recht nicht gebrauchen.

  19. Matthias

    Es ist einfach schlimm. Tillich macht Sachsen zum Unland und Kurt ist zu einfältig. Es gibt jedes Jahr genügend Lehrerabsolventen in Deutschland. Bei dem Gehalt leider nicht für Sachsen. Wer will es der Jugend verdenken. Sachsen stellt alles als Lehrer ein, was bei drei nicht auf den Bäumen ist und dabei wird auf Qualität verzichtet. Qualitätsverluste sind im Bildungswesen leider erst nach Jahren zu messen. Dann leben unser jetzigen Politiker schon von ihren satten Pensionsbezügen und können nicht mehr verantwortlich gemacht werden. Es bleibt leider dabei, Qualität für Autos ist der Politik wichtiger als für unsere Kinder.

  20. RU

    Was ist nur los? Viele regen sich hier über Mängel auf, die fast jeder kennt und die es schon jahrelang gibt, also nichts Neues! Dafür haben wir aber jetzt "Freiheit und Demokratie". Jeder kann sagen, was er will und so oft er will und trotzdem passiert keinem etwas und alles bleibt, wie es ist. Ist doch Fortschritt! Und der ehemalige Kultusminister Flath, heute im Rundfunkrat des MDR, hat doch aus tiefer und ehrlicher Überzeugung die vor der Wende übliche teufliche Vorausplanung von Schülern, Lehrern, Schulen usw. abgeschafft, zum Bürokratieabbau. Und dann die Schüler. Die sind von Bundesland zu Bundesland SO unterschiedlich, dass wir in jedem Land ein eigenes Bildungssystem brauchen. Natürlich ist das sehr teuer, aber das zeigt doch auch, wie reich wir in Deutschland sind, dass wir uns sowas noch leisten können. Und der Herr Wöller? Hat rechtzeitig selbst gemerkt, dass er dem Fortschritt in diesem Amt nur im Wege steht. Ja, leider.

  21. Oldie - 88 -

    Ja, selbst in Hamburg wird heute über Karneval gelacht, denn da schlägt ein Prof. aus einer dortigen Uni, der aus Canada kommt, vor, dass alle! Schulkinder in Deutschland Arabisch lernen müssten. Hat hier Can. Whisky oder wie das Zeug heißt, seine Finger im Spiel, ist dies ernst gemeint oder wirklich nur ein Scherz? Ich glaube an letzteres. Ein Prof sollte doch wissen, dass man zunächst an Unis usw. Arabisch als Lehramtsfach unterrichten müsste, dann das erlernte Wissen an die vielen, vielen Lehrer in den tausenden Schulen in unserem Lande weitergegeben werden muss, damit diese dann diese Sprache ins Unterrichtsfach aufnehmen könnten. Wie will man das bewerkstelligen? Ist das zum Lachen oder zum Kotzen? Dies hat, auch das muss gesagt werden, überhaupt nichts mit der jetzigen Flüchtlingsfrage oder Integration zu tun, sondern einfach nur mit Vernunft. Und dabei, so wird gesagt, kann dieser (vor da 30 Jahren) eingewanderte Hamburger Onkel noch nicht einmal Niederdeutsches Platt. HahaHH

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