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Sonntag, 06.03.2016

Initiative besetzt Haus in Leipzig

Mehrere Initiativen besetzen in deutschen Städten Häuser und fordern soziale Zentren. Die Stadt Leipzig duldet die Aktion zunächst.

Leipzig. Die Besetzung eines leerstehenden Hauses durch eine Initiative in Leipzig wird von der Stadt zunächst geduldet. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) habe nach längeren Gesprächen zugesichert, dass die Gruppe bis Montagfrüh in dem Haus bleiben darf, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Am Montag soll es dann Gespräche mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) geben, sagte Lena Ehrhardt von der „Gruppe Social Center“. Die Initiative hatte das Haus am Samstag besetzt. Ziel sei es, die Stadt dazu zu bringen, Räumlichkeiten als sozialen Treffpunkt zur Verfügung zu stellen, so Ehrhardt.

Nach Polizeiangaben besetzten etwa 20 Menschen eine ehemalige Führerscheinstelle im Osten der Stadt, die Initiative sprach von 40 Akteuren. Unterstützung erhielten sie am Samstag von etwa 100 Sympathisanten. Das Haus sei optimal für das geforderte Zentrum. Dort könnten benachteiligte Gruppen, Geflüchtete und Engagierte sich begegnen und organisieren, so die Initiative.

Nachdem die Stadt als Eigentümerin des Hauses die Besetzung geduldet hatte, beendete die Polizei ihren Einsatz am Samstag. Die Lage sei ruhig, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Ähnliche Aktivitäten hatte es am Wochenende in Berlin und Mannheim gegeben. (dpa)

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