erweiterte Suche
Montag, 21.01.2013

Hohe Feinstaubbelastung in Sachsen - keine Entlastung in Sicht

Dresden. Dicke Luft in Sachsen: Der Freistaat kämpft seit Tagen mit hohen Feinstaubkonzentrationen. Wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Montag mitteilte, wird der zulässige Grenzwert inzwischen an fast allen Luftmessstationen überschritten. Er beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf an maximal 35 Tagen im Jahr geknackt werden. Am 16. Januar wurden in Görlitz (111) und Bautzen (104) Spitzenwerte registriert, in Zittau waren es 100. An 14 von 20 Messstationen lag der Wert über der 50-Mikrogramm-Marke. Nach einem «Zwischentief» kam es am Wochenende erneut zu Grenzüberschreitungen - an 16 Punkten. Nur Carlsfeld, Klingenthal, Leipzig-West und Schwartenberg waren nicht betroffen.

Feinstaub ist kein alleiniges Wetterproblem. Wenn die Emissionen aus dem Verkehr, von Heizungen und Industrieanlagen aber mit einer bestimmten Wetterlage zusammenfallen, ist die Luft nicht selten «zum Schneiden». Momentan wird klirrende Kälte von Windstille begleitet - deshalb findet kein ausreichender Luftaustausch statt.

Menschen mit chronischen Beschwerden der Atemwege können bei solchen Wetterlagen bereits Probleme bekommen. Das Jahr 2012 gilt als vergleichsweise feinstaubarm. In Sachsen wurden nur an den Stationen Leipzig-Mitte und Leipzig-Lützner Straße die Grenzwerte mehr als 35 Mal überschritten. 2011 waren noch sieben Messstationen betroffen. In ganz Deutschland kam das 2012 exakt 19 Mal vor, im Jahr zuvor 88 Mal. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.