Montag, 07.01.2013

Hochwasseralarm für Elbe in Dresden - nur noch leichter Anstieg

Das Hochwasser in Sachsen geht vielerorts langsam zurück. Dennoch werden die Flüsse weiter genau beobachtet. Anwohner und Radfahrer müssen mit Behinderungen rechnen.

Dresden. Die Hochwasserlage in Sachsen entspannt sich weiter. Dennoch musste für die Elbe im Stadtgebiet Dresden am Montag die Alarmstufe 1 ausgerufen werden. Am Mittag zeigte der maßgebliche Pegel an der Augustusbrücke 4,08 Meter an. Das Landeshochwasserzentrum rechnet damit, dass die Vier-Meter-Marke - der Richtwert für die Alarmstufe 1 - auch in den kommenden Tagen leicht überschritten bleibt.

Der Elbradweg und Parkplätze in Flussnähe könnten an einigen Stellen nur eingeschränkt genutzt werden, hieß es. Straßensperrungen seien derzeit nicht notwendig. Es werde nicht damit gerechnet, dass die Alarmstufe 2 - gültig ab einem Pegelwert von 5 Metern - ausgerufen werden muss. Der durchschnittliche Wasserstand in der Elbe in Dresden beträgt zwei Meter. Zur Jahrhundertflut im August 2002 waren es 9,40 Meter. Alarmstufe 1 für die Elbe gilt seit Montag auch in Schöna an der Grenze zu Tschechien sowie in Riesa. Größere Probleme seien in Riesa nicht zu erwarten, erklärte die Stadtverwaltung. Gebäuden und Anlagen in Elbnähe drohe keine Gefahr, wenn wie vorhergesagt der Wasserstand über mehrere Tage hinweg gleich bleibe.

Auch für andere Flüsse in Sachsen, vor allem an den Mulden und ihren Nebenflüssen, galt nach weiteren Regenfällen am Montag noch Hochwasseralarm. Das Landeshochwasserzentrum sagte für die Mulde in Bad Düben einen bis Dienstag steigenden Wasserstand voraus. Dort werde mit dem Hochwasserscheitel am Dienstagabend gerechnet. An den anderen Messstationen des Flussgebietes sei zumeist nur noch ein geringfügiger Anstieg zu erwarten, hieß es.

Der Verkehrswarndienst berichtete am Montag noch von einzelnen Straßensperrungen in Mittelsachsen und im Osterzgebirge wegen drohender oder tatsächlicher Überflutungen. Für die kommenden Tage rechnen die Meteorologen nur noch mit geringen Niederschlagsmengen, im Bergland fällt dann Schneeregen oder Schnee. (dpa)

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