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Heidenau-Randalierer muss ins Gefängnis

06.10.2017

Randalierer muss ins Gefängnis
Polizisten sichern am 21. August 2015 den ehemaligen Praktiker-Baumarkt in Heidenau vor Übergriffen von „Asylgegnern“ (Symbolfoto).

© dpa

Dresden. Das Amtsgericht Dresden hat einen jungen Mann wegen Besonders schweren Landfriedensbruchs zu zwei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Verurteilung des 20-Jährigen am vergangenen Freitag (29. September) steht im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Heidenau im Jahr 2015 und weiteren Straftaten während des Dresdner Stadtfestes 2016.

Hintergrund der Taten aus dem Jahr 2015 waren die gewaltsamen Proteste gegen die Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in einem ehemaligen Heidenauer Baumarkt. Der zur damaligen Tatzeit noch Jugendliche hatte sich aktiv an Angriffen gegen Polizeibeamte beteiligt, indem er gezielt Gegenstände in deren Richtung warf. Mehrere Polizeibeamte wurden dabei verletzt.

Im Rahmen der Verhandlung am Amtsgericht Dresden musste sich der Angeklagte außerdem noch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Verstößen gegen das Versammlungsgesetz sowie Körperverletzung und Sachbeschädigungen verantworten. Der junge Mann befand sich während der Gerichtsverhandlung bereits in U-Haft. (szo)