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Samstag, 20.05.2017

Gruppe Freital: Zeugin verweigert Auskunft

Dresden. Im Prozess gegen die mutmaßlich rechtsterroristische „Gruppe Freital“ am Oberlandesgericht Dresden drohen einer Zeugin Zwangsmaßnahmen. Sie ist eine Bewohnerin des alternativen Wohnprojektes in Dresden, das im Oktober 2015 von der Gruppe mit Sprengstoff und Buttersäure angegriffen worden sein soll. „Es war eine psychische Ausnahmesituation“, sagte sie vor Gericht. An einige Details könne sie sich allerdings nicht erinnern.

Die 34-Jährige weigerte sich auch, die Namen der Mitbewohner zu nennen. Das würde sie einer Gefährdung durch Rechtsextreme aussetzen, sagte ein Anwalt der Nebenklage. Das Gericht hält das für unzulässig. Über die Anordnung von Ordnungsgeld oder Beugehaft muss der Senat noch entscheiden. Die Verteidiger hakten immer wieder nach und zweifelten an der Glaubwürdigkeit der Aussage. „Das ist Psychoterror, was hier abgeht“, sagte die Zeugin. Die Vernehmung wird am Mittwoch fortgesetzt. (SZ/sca)

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