Samstag, 22.12.2012

Görlitz will mit erweitertem Begrüßungspaket werben

Das Görlitzer „Begrüßungspaket“ zur Ankurbelung des Zuzugs in die Stadt stößt bislang auf verhaltenes Interesse.

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Görlitz . Das Görlitzer „Begrüßungspaket“ zur Ankurbelung des Zuzugs in die Stadt stößt bislang auf verhaltenes Interesse. Seit dem Start des Gemeinschaftsprojekts im November habe die kommunale Wohnungsbaugesellschaft bisher drei Mietverträge mit Neu-Görlitzern geschlossen, sagte Geschäftsführer Arne Myckert. Anfragen weiterer Interessenten lägen vor. Die Entscheidung für einen Umzug werde jedoch eher selten spontan getroffen. Im kommenden Jahr soll das vorerst bis Ende 2013 geltende Angebot erweitert werden.

Die Wohnungsbaugesellschaft hatte das Begrüßungspaket zusammen mit den Stadtwerken und der Görlitzer Verkehrsgesellschaft geschnürt, um neue Einwohner zu gewinnen. Die drei Unternehmen bieten Mieterlass, Strom-Gutschrift und Freifahrten an. Derzeit liefen Gespräche mit mehr als fünf Kandidaten, die das Paket ergänzen wollten, so Myckert. Details wollte er noch nicht nennen.

Generell gehe es darum, den Fokus stärker auf die deutsch-polnische Grenzstadt mit rund 4000 Einzeldenkmalen zu lenken, wo man günstig und sehr gut wohnen könne. Im kommenden Frühjahr soll daher auch das Probewohnen in Görlitz fortgesetzt werden. Das Angebot, für eine Woche mietfrei das Leben im Gründerzeitviertel zu testen, fand zuletzt bundesweit großen Zuspruch. 2013 will die Wohnungsbaugesellschaft mindestens drei Probewohnungen in der Altstadt zur Verfügung stellen, kündigte Myckert an. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

  1. Aniko

    Gut so Görlitz! Wir brauchen mehr kreative Ideen, um zu Zeigen, dass auch im Osten von Ostdeutschland Perlen versteckt sind.

  2. Lars Michel

    Vielleicht sollte die Stadt Görlitz und andere ostdeutsche Kommunen mal in Russland Werbung machen,zB. im Großraum Sankt Petersburg,Moskau,Perm,Nowosibirsk,Magnitogorsk.Das hätte sicher mehr Wirkung,da dort in den Millionenstädten es viele Menschen gibt,die gerne nach Deutschland ziehen würden.So könnte man in kurzer Zeit viele tausend Menschen als Neubürger/innen auch z.B.in Görlitz begrüßen.Also einfach mal dort Werbung machen,wo potenziell auch umzugswillige und mit "unserer" mitteleuropäischen Umgangs-und Alltagskultur vertraute Menschen wohnen.Die Russen sind uns kulturell schließlich näher als jede andere Nation auf der Welt.Allerdings ist mir bekannt,das auch Russland dieselben Probleme hinsichtlich von Einwohnerrückgang hat.Aber wenn sich die Bürger in ihrer Lebensqualität verbessern können durch Umzug nach z.B. Görlitz,dann kommt das letztlich beiden Staaten zugute.

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