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Freitag, 17.02.2017

Geteiltes Echo auf Waffenverbotszone

Ein Verbotsschild ist am Anfang der Reeperbahn in Hamburg an einem Mast befestigt.
Ein Verbotsschild ist am Anfang der Reeperbahn in Hamburg an einem Mast befestigt.

© dpa

Dresden. Die Ankündigung von Waffenverbotszonen in Sachsen durch das Innenministerium ruft geteilte Reaktionen hervor. Der Innenexperte der Linken im Landtag, Enrico Stange, sieht zwar die Chance, dass Kriminalitäts-schwerpunkte entschärft werden. „Wahrscheinlicher ist, dass gewisse Kriminalitätsphänomene aus diesen Zonen in andere Bereiche verlegt werden oder sich die Tatbegehung verändert“, fügte der Abgeordnete hinzu. Stange wies darauf hin, dass die Sachsen generell aufrüsteten. Die Zahl waffenrechtlicher Erlaubnisse sei gestiegen. Zudem gebe es eine Vielzahl illegaler Waffen. Gegen den Handel damit müsse die Regierung stärker vorgehen, forderte der Linkenpolitiker.

Der Innenexperte der Grünen, Valentin Lippmann, betonte: „Die Überlegung zu Waffenverbotszonen geht in die richtige Richtung.“ Allerdings dürfe es nicht dazu kommen, dass „faktisch umfassende Kontrollbereiche eingerichtet werden, in welchen die Bürgerinnen und Bürger jederzeit kontrolliert werden können.“ Der Abgeordnete forderte zudem die Regierung zu einem Erlass auf, wonach Rechtsextremisten keine Waffen besitzen dürfen. Der AfD-Abgeordnete Sebastian Wippel forderte eine bessere personelle Ausstattung der Polizei. Der CDU-Innenexperte Christian Hartmann erachtet die Zonen als sinnvoll. Bei der Umsetzung müssten Kommunen und Polizei einbezogen werden. (SZ/ale)