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Freitag, 03.06.2016

Gepanzerter Badegast ist ein Ami

In der Malter-Talsperre paddelt eine Schildkröte. Sie wurde jetzt höchstwahrscheinlich enttarnt.

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Uwe Gloess hatte am Montag die Schildkröte entdeckt.
Uwe Gloess hatte am Montag die Schildkröte entdeckt.

© Uwe Gloess

Malter. Der neue Talsperren-Bewohner könnte tatsächlich eine Buchstaben-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta) sein, vermutlich eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte. Darauf hatte bereits ein Freitaler Schildkröten-Experte per Ferndiagnose getippt. Auch Britta Andreas von der Landestalsperrenverwaltung kommt zu dem Schluss, nachdem sie das Bild gesehen hat.

Allerdings macht sie darauf aufmerksam, dass die SZ im Eifer des Gefechtes etwas durcheinandergebracht hat. Bei dieser Wasserschildkröte handele es sich nicht um eine europäische Schildkrötenart, wie berichtet, sondern um eine nordamerikanische. Britta Andreas weiß, dass diese gerne als Terrarientier gehalten wird. „Leider werden die langlebigen Tiere häufig ausgesetzt, wenn sie zu groß geworden sind.“ Daher finde man diese Schildkröten recht häufig in unseren Gewässern. „In der Talsperre Malter haben unsere Leute von der Staumeisterei bislang jedoch noch keine Schildkröte beobachtet.“ (SZ/ks)

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

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  1. w.Priemer

    Leider werden viel zu oft Tiere aus anderen Gegenden der Erde von unverantwortlichen Personen ausgesetzt (auch Pflanzen wie Riesenbärlauch, Riesenknöterich u.a.). Leider tun aber auch viele Zoohändler ein Übriges dazu, denn Sie verkaufen an die Kunden ohne diese ausreichend darüber zu informieren wie groß das Objekt werden kann.

  2. Erdnuss

    @w.Priemer: Sie meinen wohl eher Riesenbärenklau. Die unverantwortliche Person war übrigens der Zar Alexander I., aber eher aus Unwissen. Heutzutage kann man das durch den global vernetzten Handel oft eh nicht mehr komplett verhindern, dass Neophyten und Neozoen "entstehen". Tiere sind übrigens keine Objekte.

  3. Aleister Crowley

    @w.Priemer: Riesenbärlauch, das wäre schön, lässt sich leichter sammeln ;-) Richtig muss es heißen: Riesen-Bärenklau.

  4. Hardy6712

    Leute, ich kann nur dringend empfehlen, diesem Tier fern zu bleiben, da es von der NSA mit hoch empfindlicher Elektronik unter dem Panzer zum Ausspähen und Abhören unschuldiger Bürger ausgesetzt wurde. Habe Ähnliches übrigens auch schon von der texanischen Wiesendommel, die sich gerade im Osten Deutschlands immer mehr ausbreitet, gehört.

  5. Fanny May

    @ 1. Kommt aber sehr auf den Zoohändler an, gibt auch gute!

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