Dienstag, 04.12.2012
Finanzminister bittet erstmals zum Gespräch über Lehrerwünsche
Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Nach den Lehrerwarnstreiks stellt sich der Finanzminister den Gewerkschaften. Ob die Regierung einlenkt, ist offen. Von Sondierung oder Verhandlung ist keine Rede.
Georg Unland (CDU). Foto: dpa
Dresden. Drei Wochen nach den Lehrerwarnstreiks in Sachsen empfängt Finanzminister Georg Unland (CDU) heute Vertreter der Gewerkschaften. „Es ist ein Gespräch, keine Sondierung oder Tarifverhandlung“, dämpfte ein Sprecher des Finanzministeriums die Erwartungen. Der Minister habe die Gewerkschaften eingeladen, um die Möglichkeiten beider Seiten auszuloten. Erwartet werden Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des dbb Beamtenbund und Tarifunion Sachsen.
Unland hatte einen Altersteilzeit-Tarifvertrag schon mehrfach generell abgelehnt. Sein Argument: Es sei unmöglich, freiwerdende Stellen passgenau neu mit jungen Lehrern zu besetzen. Das sei nicht zu steuern - weder regional noch bei der Fächerkombination. Für die Forderung der Gewerkschaften sieht er daher derzeit keinen Spielraum. Auch Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) hält das Ansinnen als unrealistisch und sieht derzeit auch keine Möglichkeiten für eine bessere Bezahlung der Lehrer an Mittel- und Förderschulen.
Die Lehrergewerkschaften werfen der Regierung Ignoranz vor. Sie wollen, dass im Doppelhaushalt Geld für Altersteilzeitregelungen eingeplant wird und endlich Verhandlungen über einen entsprechenden Tarifvertrag aufgenommen werden. Damit soll jungen Pädagogen der Einstieg in den Beruf ermöglicht werden, auch angesichts der überalterten Lehrerschaft im Freistaat. Für ihre Forderungen hatten Mitte November landesweit mehr als 10.000 Pädagogen die Arbeit niedergelegt, an zahlreichen Schulen war Unterricht ausgefallen. (dpa)
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Dresden. Drei Wochen nach den Lehrerwarnstreiks in Sachsen empfängt Finanzminister Georg Unland (CDU) heute Vertreter der Gewerkschaften. „Es ist ein Gespräch, keine Sondierung oder Tarifverhandlung“, dämpfte ein Sprecher des Finanzministeriums die Erwartungen. Der Minister habe die Gewerkschaften eingeladen, um die Möglichkeiten beider Seiten auszuloten. Erwartet werden Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des dbb Beamtenbund und Tarifunion Sachsen.(...)
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