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Dienstag, 11.12.2012

Ermittlungen gegen angebliche Polizisten in Sachsen

Dresden. Die Sonderkommission Rechtsextremismus ermittelt nach einem Angriff auf einen Gerichtsvollzieher in Bärwalde (Kreis Meißen) gegen eine Gruppe angeblicher Polizisten.

„Es gibt ein Verfahren gegen mehrere Personen", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Dienstag auf dpa-Anfrage. Der Schuldner hatte am 23. November eine Truppe Uniformierter gerufen, als der Mann im Auftrag des Amtsgerichts bei ihm Geld eintreiben wollte. Die Männer einer Vereinigung namens „Deutsches Polizei Hilfswerk" (DPHW) griffen den Vollstrecker an.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen mehrere Beschuldigte wegen Amtsanmaßung und Freiheitsberaubung unter Verdacht. Laut einem Zeitungsberichten sollen 15 bis 20 Männer in polizeiähnlicher Kleidung das Opfer umstellt, bedrängt und mit Kabeln gefesselt haben.

Der „vorgebliche Gerichtsvollzieher", hieß es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung der Vereinigung, sei keine Amtsperson und habe nicht das Recht gehabt, Geld einzutreiben. (dpa)