Freitag, 28.12.2012
Entspannung an Sachsens Flüssen
Sachsens Flüsse sind gut gefüllt. Mit dem Ende des Tauwetters in den Bergen und nachlassendem Regen hat sich die Lage deutlich entspannt. Die Hydrologen erwarten jedoch gebietweise neue Niederschläge.
Vor der Frauenkirche in Dresden sind bei einem Pegel von 3,42 Meter die Elbwiesen überflutet.
©dpa
Dresden.
Nach Regen und Tauwetter über Weihnachten hat sich die Hochwassersituation an Sachsens Flüssen wieder entspannt. «Zur Zeit herrscht noch hohe Wasserführung, die auch schwanken kann, wenn es wieder regnet», sagte Uwe Höhne vom Landeshochwasserzentrum am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Ein Anstieg bis in die Alarmstufen sei allenfalls örtlich möglich. Da Kälte das Tauwetter in den Bergen stoppt, gehen die Wasserstände langsam zurück. Landesweit musste bisher nur eine Straße in Markkleeberg wegen Überflutung und Unterspülung gesperrt werden.
Für die Mulden, die Nebenflüsse der oberen Elbe, die Schwarze und die Weiße Elster sowie die Spree ist eine langsam fallende oder schwankende Tendenz vorhergesagt. Auch in der Elbe geht das Wasser zurück - Zentimeter für Zentimeter. Am frühen Nachmittag wurden am Pegel Dresden 3,38 Meter gemessen - nach dem Höchststand von 3,79 Metern 27 Stunden zuvor. «Am Wochenende kann es aber wieder leicht ansteigen», sagte Höhne mit Blick auf vorhergesagte Niederschläge. Die Alarmstufe 1 werde aber wohl nicht erreicht. «Gefahr für Leib und Leben besteht auch nicht.»
Weiterhin milder Winter
Am Wochenende und über Silvester soll es bei für die Jahreszeit zu milden Temperaturen bleiben, sagte Wetterexperte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Am Donnerstag tobten schwere Sturmböen über den Fichtelberg hinweg. Sie erreichten zeitweise 85 Kilometer pro Stunde. «Das ist Windstärke 9, das ist aber nicht außergewöhnliches.» Bis Sonntag bleibe es im Freistaat weitgehend trocken, es könnten allenfalls ein paar Tropfen fallen.
Engelmann geht von weiterer Entspannung beim Hochwasser aus, da es auch bei den tschechischen Nachbarn erst ab Neujahr wieder starke und ausgedehnte Niederschläge geben werde. Dann sollen die Temperaturen auch wieder etwas sinken. «Ob das für Schnee bis in die tieferen Lagen reicht, kann man noch nicht sagen», sagte der Meteorologe. Ein Wintereinbruch sei jedenfalls weiterhin nicht in Sicht. (dpa)
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