Mittwoch, 16.01.2013

Staatliche Kunstsammlungen 2012 mit 2,5 Millionen Besuchern

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zählen zu den bedeutendsten Museen der Welt. Der Freistaat investiert Millionen, um deren Schätze zu pflegen, zu präsentieren und zu mehren. Das zahlt sich aus.

Dresden. Rund 2,5 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland zählten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) 2012. Damit konnte der Verbund aus 14 Museen das Vorjahresniveau halten, obwohl die Rüstkammer wegen Umzugs ein Vierteljahr geschlossen war, teilte die Generaldirektion am Mittwoch mit. Dies sei ein Beweis für die ungebrochene Anziehungskraft der Kunstsammlungen, die damit die größte Attraktion des Freistaats sei, sagte Generaldirektor Hartwig Fischer. Nur im Jubiläumsjahr 2010, als Albertinum und Türckische Cammer neu eröffnet wurden, gab es seit der Wende noch höhere Resonanz - rund 2,6 Millionen Besucher.

Publikumsmagneten 2012 waren erneut die Gemäldegalerie Alte Meister sowie das zweigeteilte Schatzkammermuseum: Historisches und Neues Grünes Gewölbe. Dank der erfolgreichen Sonderschau zu Raffaels «Sixtinischer Madonna» - dem weltberühmten Hauptwerk der Sammlung - lag die Jahresbilanz der Galerie bei 578.000 Gästen und damit sogar so hoch wie nie seit der Wiedervereinigung. Die Ausstellung im 500. Jahr der Entstehung des Kultbildes hatten in drei Monaten 212.000 Menschen gesehen.

Ins Neue Grüne Gewölbe, dem modernen Teil der Schatzkammer mit 1071 bedeutenden Objekten, kamen 354.000 Besucher. Das Historische Grüne Gewölbe, das rekonstruierte barocke Schatzkammermuseum der sächsischen Kurfürsten und Könige, hatte mit 312.000 Gästen wieder 100 Prozent Auslastung. Der Zugang zu den Räumen, in denen die Exponate meist frei auf Wandkonsolen stehen, ist begrenzt und nur mit Zeittickets möglich.

2013 eröffnen die SKD im Februar mit dem Riesensaal eine neue Dauerausstellung der Rüstkammer im Schloss. Zudem feiert im April der Mathematisch-Physikalische Salon im Zwinger nach mehr als sechs Jahren ein Comeback. Dafür bleiben die Alten Meister bis Ostern den Blicken der Öffentlichkeit verborgen: Wegen der dringend nötigen Sanierung ihres Domizils, dem Semperbau am Zwinger, muss derzeit umgehängt werden. (dpa)