Donnerstag, 22.11.2012
Die „Sachsensumpf“-Affäre
Dresden. Der Begriff „Sachsensumpf“ tauchte erstmals 2007 auf. Damals berichteten Medien von einem umfangreichen Dossier des Verfassungsschutzes über vermeintlich kriminelle Netzwerke mit Beteiligung auch von hochrangigen Juristen. Die von der Dresdner Staatsanwaltschaft danach wieder aufgenommenen Ermittlungen zu den bis Anfang der 90er Jahre zurückreichenden Vorgängen ergaben dann allerdings keine hinreichenden Belege für die bis zu Korruption und Rotlichtmilieu reichenden Vorwürfe.
Die politische Aufarbeitung hält dennoch an: Noch immer befasst sich ein Untersuchungsausschuss des Landtags mit dem „Sachsensumpf“. Hinzu kommen Gerichtsprozesse. Sie richten sich aber nur noch gegen einstige Berichterstatter und frühere Zeugen. (dpa)