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Montag, 06.10.2014

CDU warnt vor Vattenfall-Ausstieg aus der Braunkohle

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Dresden. Die CDU-Fraktion im sächsischen Landtag hat vor einem raschen Ausstieg von Vattenfall aus der Braunkohleförderung gewarnt.

Mit dem Einstieg des Staatskonzerns in der Lausitz und im Südraum vom Leipzig 2001 habe sich Schweden mit wirtschaftsschwachen und von der Braunkohle abhängigen Regionen verbunden, erklärte der Abgeordnete Georg-Ludwig von Breitenbuch am Montag. „Daher wäre es verantwortungslos, nun den Ausstieg übereilt anzugehen.“

Die betroffenen Gebiete brauchten langfristige Konzepte, um eine flankierende Wirtschaftsstruktur aufzubauen. Gleiches gelte für die Energieversorgung. „Der Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 kann nur durch die Kohle flankiert werden“, erklärte von Breitenbuch.

Schwedens neue Regierung hatte in der Vorwoche einen Kurswechsel bei Vattenfall angekündigt. „Die Zukunft des Unternehmens muss in der Entwicklung erneuerbarer Energien liegen, und nicht in Kohle und Gas“, hieß es. Vattenfall plant die Erweiterung von drei seiner fünf Lausitzer Braunkohle-Gruben. Die Regierung will die Pläne stoppen.

Vor diesem Hintergrund hatten am Wochenende die Grünen im Landtag von Sachsen ein Umdenken in der Energiepolitik gefordert. Aus ihrer Sicht muss eine künftige schwarz-rote Landesregierung jetzt die Weichen für „einen Einstieg in den Kohleausstieg stellen“. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Wähler

    Was hat die CDU-geführte Regierung in den letzten Jahrzehnten unternommen, um die Einnahmen aus dem Braunkohleabbau langfristig zu investieren? Wer in der Lausitz unterwegs ist, sieht wunderbar gepflasterte Gehwege und neue Straßen, aber wenig neue Unternehmen. Katar investiert heute einen Großteil seiner Erdöleinnahmen in zukunftsträchtige Unternehmen. Sachsen baggert seine Heimat ab und verfrühstückt die Einnahmen. Da ist das Jammern jetzt nur scheinheilig.

  2. Falsch

    Man verzichtet auf Einnahmen wie Konzessionsabgaben. Der Kohleabbauinvestor ist doch eine heilige Kuh, dem darf man nix tun. Stattdessen ist er mit Subventionen und Übernahme von Lasten bei Laune zu halten

  3. E. Benheiter

    ...und welche "Einheitspartei" bekam abermals das Mandat -mit der absehbaren Konsequenz, daß sie erneut mit den Verrätern der vorgeblich durch sie vertretenen werktätigen Klasse kopu- Entschuldigung- koalieren werden? "Traditionell" bedeutet im Kontext: "...auch Großopi hat schon so gewählt; also kann´s ja nicht sooo schlecht sein...". Großopi benutzte allerdings auch noch Zig-fach geflickte landwirtschaftliche Geräte nach dem Motto "Geht doch noch" und hielt Traktoren für "Teufelszeug".

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